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Ausstehende BoniCS-Debakel könnte sogar für Ex-Manager teuer werden

Auch Ex-CEO Tidjane Thiam muss verzichten. Den abgetretenen Chin und Warner dürfte die Credit Suisse Millionen vorenthalten.

Von der Bonuskürzung der Chefetage ist auch der ehemalige Bankchef Tidjane Thiam betroffen.
Von der Bonuskürzung der Chefetage ist auch der ehemalige Bankchef Tidjane Thiam betroffen.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Mehr als 40 Millionen Franken Boni werden bei der Credit Suisse wegen der Archegos-Affäre gestrichen. Davon betroffen ist auch Tidjane Thiam. Der ehemalige CS-Chef profitiert eigentlich noch bis 2022 von einem Bonusprogramm. Thiam musste zwar die Bank im letzten Jahr wegen der Spionage-Affäre verlassen und verlor damals einen Teil seiner Boni. Doch gilt er als «Good Leaver», der weiterhin Anspruch auf einen Anteil seiner variablen Vergütung hat. Das bleibt er, solange er nicht schlecht über seinen Ex-Arbeitgeber spricht.

Da aber eben dieses Bonusprogramm, von dem auch Thiam profitiert, wegen dem Archegos-Debakel für die CS-Chefetage gestrichen wurde, geht nun auch der ehemalige Bankchef leer aus. Um wie viel Geld es geht, ist nicht klar. Laut dem Geschäftsbericht der Credit Suisse haben drei Führungskräfte, welche die Bank 2020 verlassen haben, Boni ausstehend. Insgesamt sind für sie etwas mehr als 6 Millionen Franken Boni vorgesehen, 4,5 Millionen Franken davon entfallen auf das Programm, auf das Thiam noch Anspruch hat. Die Bank wollte eine Anfrage dazu nicht kommentieren.

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