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Corona-DemonstrationEin «Idiot» vor einem «Haufen Idioten»

Mehrere Personen wurden an der Demonstration der Corona-Skeptiker am Samstag in Zürich weggewiesen, einige verhaftet. Andreas Thiel und Marco Rima sprachen als Stargäste. Rima entschuldigte sich darauf für eine seiner Aussagen.

Der Komiker Marco Rima erhielt viel Zuspruch für seine Rede vor den rund 500 Corona-Skeptikern am Samstagnachmittag in Zürich.
Der Komiker Marco Rima erhielt viel Zuspruch für seine Rede vor den rund 500 Corona-Skeptikern am Samstagnachmittag in Zürich.
Foto: Keystone

In Zürich haben am Samstagnachmittag rund 500 Personen gegen die «Corona-Lüge» und die Corona-Schutzmassnahmen demonstriert. Weil die Teilnehmer die Maskenpflicht nicht einhielten, griff die Polizei ein. Sie kontrollierte, trug Teilnehmer fort und wies Personen weg.

Es kam zu rund 70 Wegweisungen, zwei Personen – ein Schweizer und ein Niederländer – wurden vorübergehend auf die Wache gebracht, und eine noch nicht genau bezifferbare Zahl von Personen werde verzeigt, teilte die Stadtpolizei am Abend mit.

Die Polizei erinnerte die Demo-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer am Nachmittag mehrmals an die Maskentragepflicht. Diese einzuhalten, sei die Voraussetzung dafür, dass der Anlass auf dem Turbinenplatz stattfinden dürfe. Die Demonstranten setzten jedoch aus Prinzip keine Maske auf, weshalb die Polizei irgendwann eingriff.

Sie führte Personenkontrollen durch und trug einzelne Demonstranten vom Platz weg. Dies sorgte kurzzeitig für Aufruhr unter den Demonstranten. Die vorher eigentlich friedliche Stimmung drohte zu kippen. Zu Ausschreitungen kam es jedoch nicht.

«Wir sind ein Haufen von Idioten»

Als Stargäste eingeladen waren an dieser Skeptiker-Demo der Komiker Marco Rima und der Satiriker Andreas Thiel. Dieser sagte, dass ihn die aktuelle Situation an den Faschismus erinnere. Eine abweichende Meinung zu sagen, sei nicht mehr erlaubt.

Auch Rima erkannte aktuell «diktatorische Züge». Er werde als verrückt bezeichnet, nur weil er eine andere Meinung habe. «Laut einigen Meinungsmachern sind wir ein Haufen von Idioten. Und das sind wir.» Denn Idiot komme aus dem Griechischen und bedeute «Privatperson». Rima forderte, dass die «Hysterie der Wissenschaft» wieder dem gesunden Menschenverstand Platz mache.

Zudem sagte Rima den Satz: «Niemand wird in den nächsten Monaten an Corona sterben.» An der Demonstration schien sich niemand an der gar beschönigenden Prognose zu stören. Kurze Zeit später entschuldigte sich der Zuger Komiker aber auf Facebook für die «kapitale Falschaussage», die «totaler Schwachsinn» sei. Er sei im Redeskript eine Zeile verrutscht.

Moderator nutzt die Skeptiker-Bühne

Die Bühne der Skeptiker nutzte überraschend auch der ehemalige SRF-Moderator Reto Brennwald, der aktuell einen Dokumentarfilm über die Corona-Krise dreht und dafür noch Geld braucht.

Vor einigen Wochen hätte sich Brennwald gemäss eigenen Aussagen noch nicht auf die Bühne an dieser Demonstration gewagt. Die Corona-Skeptiker seien für ihn alles Rechtsradikale und Verschwörungstheoretiker gewesen. Mittlerweile habe aber auch er Fragen.

SDA/red

1 Kommentar
    WALTER FITZE

    Wiso werden anders denkende einfach als Idioten etc.etc. betitelt?

    Auch wenn Massnahmen von der Regierung vorgeschrieben werden ist die persönliche Meinung doch noch lange nicht verboten!!

    Wir leben doch weder in Russland noch in China!

    Die Maske ist auch von Fachleuten im täglichen gebrauch eigentlich mehr schädlich als sie nützt!

    (Siehe Kassensturz)

    Wenn dann noch die Polizei auf diese Demonstranten gehetzt werden ist das Kontraproduktiv!

    Jeder Druck erzeugt Gegendruck!

    Wollen wir diese Zustände wircklich wieder wie alla 68?

    Haben unsere Polizisten wirklich nichts besseres zu tun?

    Auch denn Behörden würde etwas Fingerspitzengefühl gut anstehen!

    Wenn der Anstand, die Toleranz und der Respekt verloren ist wird es schwer eine Lösung zu finden!

    Leider hat unser BR mit seiner armseligen BAG-Leistung zu viel Pulffer verschossen!