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Austauschjahr für MittelschülerDer geplatzte Traum

Für 250 Schweizer Schülerinnen und Schüler ging das Austauschjahr im Ausland abrupt zu Ende. Die Enttäuschung bei den Jugendlichen ist gross.

Was ihr von Kolumbien bleibt, ist die Musik:  
Anissa Cottier musste schon nach wenigen Wochen wieder nach Hause.
Was ihr von Kolumbien bleibt, ist die Musik:
Anissa Cottier musste schon nach wenigen Wochen wieder nach Hause.
Foto: Sabina Bobst

Als sie die Nachricht erhielt, brach Anissa Cottier in Tränen aus. «Auch meine Gastfamilie weinte, am meisten der Vater», sagt die 15-jährige Zürcher Gymnasiastin am Telefon. Sie hatte sich so auf die sechs Monate gefreut, die sie als Austauschschülerin in Kolumbien verbringen würde. Doch am 15. März, nur zwei Wochen nach ihrer Ankunft im Städtchen Tunja, war alles zu Ende. Vorzeitige Rückkehr wegen des Corona-Virus. Zurück blieben ihre Gasteltern, die gleichaltrige Gastschwester, die Pläne, das Land zu bereisen und Spanisch zu lernen, die Mitschülerinnen und Mitschüler ihrer Klasse, die sie lediglich 4 Tage besucht hatte. Und das Pferd, das ihre Gastfamilie, die nordöstlich von Bogotá einen kleinen Hof betreibt, extra für sie gekauft hatte.

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