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Papablog: Spezialwoche zum VaterschaftsurlaubDer Superpapi-Test

Halten Sie sich für einen guten Vater? Oder wissen Sie das gar nicht so genau? Dann machen Sie doch kurz diesen Test.

Einmal pro Woche gemeinsam spielen, reicht nicht für das Gütesiegel «Superpapi» – nicht mal als Spruch auf einem T-Shirt.
Einmal pro Woche gemeinsam spielen, reicht nicht für das Gütesiegel «Superpapi» – nicht mal als Spruch auf einem T-Shirt.
Foto: Getty Images

Was bedeutet Vaterschaft heute? Welche Themen beschäftigen die Papas besonders? Und was geben sie ihren Kindern mit auf den Weg? Vor dem Abstimmungssonntag überlassen wir den Mamablog eine Woche lang den Vätern. Heute starten wir mit einem Beitrag, der bereits vor vier Jahren erstmals im Mamablog erschienen ist. Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir ihn in überarbeiteter Form noch einmal.

Natürlich bin ich als Mann, der seinen zwei Kindern gern beim Wachsen zusieht, für den Vaterschaftsurlaub. Das Stimmcouvert mit dem «Ja» ist bereits abgeschickt. Bloss – auch dies sollten wir aktuell diskutieren – gibt es nicht andere wichtige Momente im Leben des Nachwuchses, bei denen der Mann im Haus ebenso gefragt wäre, wie während der unvergesslichen Monate nach der Geburt? Braucht es die Väter nicht auch dann, wenn sich die rosa und hellblau eingefärbten Wölkchen verzogen haben?

Sind Sie selber ein Mann mit Kindern und halten sich für einen guten Vater? Dann machen Sie doch kurz diesen Test, und zählen Sie die Fragen, die Sie mit «Ja» beantworten können:

  1. Schneiden Sie Ihrem Kind regelmässig die Finger- und Fussnägel?
  2. Kämmen Sie morgens dessen Haare?
  3. Sind Sie mindestens vier Abende pro Woche anwesend, wenn das Kind zu Bett geht?
  4. Sind Sie viermal dabei, wenn das Kind aufsteht und frühstückt?
  5. Haben Sie schon mal das Erbrochene ihres Sohns/ihrer Tochter weggeputzt? Auch dann noch, wenn es mehr als nur ein Gutsch Muttermilch war?
  6. Haben Sie schon mal freigenommen am Q-Tag?
  7. Und wenn wir grad dabei sind: Bleiben Sie auch mal zu Hause, wenn Ihr Kind überraschend krank wird?
  8. Gehen Sie mit dem Kind zum Coiffeur?
  9. War Ihre Frau schon mal vier oder mehr Tage am Stück weg, und Sie haben die (Schwieger-)Mutter nicht zur Unterstützung bestellt?
  10. Dauerten Ihre längsten Ferien mit dem Nachwuchs allein mehr als zwei Tage?
  11. Kennen Sie die Kleider- und Schuhgrösse Ihres Kindes? Sind Sie sicher?
  12. Apropos: Legen Sie auch mal die Kleider parat am Morgen?
  13. Und: Waren Sie, wenn Sie eine Tochter haben, mit ihr schon mal ein Badekleid kaufen?
  14. Sind Sie der Elternteil, der das Kind bei Halloween und Kindergeburtstagen begleitet? (Hier zählt ein «Ja» doppelt!)

Und? Konnten Sie bei den 14 Fragen zehnmal oder öfters nicken? Dann gratuliere ich Ihnen von Herzen! Sie sind ein Superpapi! (Und Sie schreiben Letzteres sicher auch nicht auf ein T-Shirt, das Sie dem Kind dann anziehen.)

Ich selber? Nun ja, ich bin inzwischen bei elfmal «Ja» (vor vier Jahren waren es noch neun, Anm. der Redaktion). Und meine Kinder, so denke ich, schätzen es, dass der Papi sie begleitet. Und zwar noch viel länger als nur zwei Wochen nach der Geburt.

Morgen fragt sich an dieser Stelle Dreifachvater Sven Broder, ob wir uns wirklich mit zwei Wochen Vaterschaftsurlaub begnügen wollen.

Weitere interessante Beiträge aus dem Mamablog:

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21 Kommentare
    MichaelAndreas

    Herrlich - ein Massstab der mir sagt, ob ich ein Superpapi bin oder nicht. Was wenn ich anhand dieses (mehr als fragwürdigen) Massstabes ein super toller Papi bin ? Oder nur ein mittelmässiger ? oder gar ein ganz ein schlechter ?

    Vor allen Dingen, von welcher Altersklasse reden wir hier überhaupt ? Meine 14 jährige Tocher würde mir was husten, wenn ich ihr die Kleider rauslegen würde....