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Interview zu Design in der Pandemie«Designerinnen haben schnell gemerkt, was in der Krise gefragt ist»

Alarmstufe Rot: «Treffen Sie so wenige Menschen wie möglich», fordert das Plakat des BAG.

Corona hat so einige neue Objekte hervorgebracht, etwa Aufsätze, mit denen man Türen öffnen kann, ohne die Türfalle anfassen zu müssen. Ein Designer entwarf Plexiglasglocken, unter denen man im Restaurant sicher essen kann, es gibt Parkbänke mit Trennscheiben. Warum sieht man die aber nie im Alltag?

Vieles ist wohl zu kompliziert. Ausserdem reichen simple Gebote: Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen und desinfizieren. Ich sehe viel mehr Veränderung im Verhalten der Menschen, weniger in der Produktgestaltung.

Findet Corona im Design also weniger statt, als man meint?

Nein. Nur umfasst Design viel mehr als die Gestaltung einzelner Produkte. Design entwirft und verändert vor allem Prozesse. Und hier ist seit Beginn der Pandemie Wesentliches passiert. Den grössten Einfluss auf uns alle hatte die Plakatkampagne des BAG. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildungshintergrund oder Wohnort hat sie es geschafft, uns zu vermitteln: Wir müssen uns ab sofort anders verhalten. Das ist eine Designleistung, die unseren Alltag radikal verändert hat.

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