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Ausländische Produkte im DetailhandelDeutsche Discounter sind nicht so schweizerisch wie gedacht

Sie werben gerne mit Swissness. Doch ausgerechnet bei Milchprodukten importieren Aldi und Lidl viel aus dem Ausland.

Die deutschen Discounter Aldi und Lidl werben mit Swissness. Doch beim Käse sind sie Importmeister.
Die deutschen Discounter Aldi und Lidl werben mit Swissness. Doch beim Käse sind sie Importmeister.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Es ist eines der Erfolgsgeheimnisse der deutschen Discounter: Dank geschicktem Marketing und Sortimentspolitik haben sie es geschafft, sich bei Kundinnen und Kunden das Image eines Schweizer Discounters zu schaffen. Doch nicht veröffentlichte Zahlen des Marktforschungsinstituts Nielsen zeigen, dass es mit der Swissness der Discounter ausgerechnet im Bereich der Milchprodukte nicht so weit her ist. So importieren etwa Aldi und Lidl mit Abstand am meisten Käse, obwohl die Schweiz bekanntlich viel davon produziert.

Die Nielsen-Zahlen, die die Entwicklung seit 2018 bis zum dritten Quartal 2020 zeigen, lagen zuletzt auf einem Auslandsanteil von über 60 Prozent bei Aldi und über 50 Prozent bei Lidl beim Käse. Entsprechend erzielen die Discounter auch die Hälfte ihres Umsatzes in diesem Bereich mit Importkäse. Die Grossverteiler Migros und Coop schneiden mit einem Anteil von 30 bis 35 Prozent etwas besser ab. Bei der Migros-Tochter Denner stammen zwischen 40 und 50 Prozent des Käseangebots aus dem Ausland. Mit einem Importanteil von 20 Prozent ist Volg der Musterknabe unter den Lebensmittelhändlern – was bei seiner Nähe zur Mutter, dem Agrarunternehmen Fenaco, nicht überrascht.

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