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Xavier Naidoo unerwünschtDeutsche Stadt sagt Konzert von umstrittenem Künstler ab

An diesem Freitag war in Hof ein Konzert des Sängers Xavier Naidoo geplant. Aber die Oberbürgermeisterin meint: «Hass ist keine Meinung».

Unerwünscht in der Stadt Hof wegen seiner umstrittenen Äusserungen: Musiker Xavier Naidoo.
Unerwünscht in der Stadt Hof wegen seiner umstrittenen Äusserungen: Musiker Xavier Naidoo.
Foto: Keystone

Der umstrittene Mannheimer Sänger Xavier Naidoo darf nicht in Hof auftreten. Es werde keinen Ausweichtermin für das wegen der Corona-Krise abgesagte Konzert am Freitag geben, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

«Die Aussagen des Künstlers auch ausserhalb seines künstlerischen Engagements sind umstritten und haben aus meiner Sicht an Deutlichkeit gewonnen», erklärte Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Grundsätzlich seien andere Meinungen zu akzeptieren, meinte die SPD-Politikern. «Doch wir distanzieren uns kategorisch von jedem, der Ressentiments befeuert, antisemitisches oder homophobes Gedankengut verbreitet oder Verschwörungstheoretikern nahe steht und sich von Extremisten vereinnahmen lässt. Denn Hass ist keine Meinung.»

Die Debatte in Hof hatte ein Antrag von Thomas Etzel ausgelöst, der für die Linken im Stadtrat sitzt. Geplante Auftritte des Popsängers werden zunehmend zum Politikum. Auch in Mannheim, Ulm und Rostock formierte sich Widerstand. Immer wieder taucht der 48-Jährige im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auf. Wegen politischer Textzeilen in einem Video sieht er sich ausserdem Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt. RTL nahm den Sänger deshalb im Frühjahr aus der Jury von «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS).

Naidoo bestreitet die Vorwürfe vehement.

20 Kommentare
    Gion Saram

    Die Oberbürgermeisterin Eva Döhla hat kein Vertrauen in ihre Bürger und will sie daher davon bewahren Musik von einem umstrittenen Künstler zu hören und sich selber eine Meinung zu bilden. Das begleitete und angeleitete Denken wird in DE wieder salonfähig. Schade das nun auch die Linke in DE nicht mehr selber an das Urteilsvermögen und die Vernunft ihrer eigenen Bürger glaubt. Das wird sich in den kommenden Wahlen leider rächen.