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Verhandlung nach Halle-Attentat Die Feinde in seinem Kopf

Die Welt des Stephan B. ist winzig klein und voller Hass. Vor Gericht protzt der Attentäter von Halle geradezu mit seinen Taten. Über einen, der bislang alles «verkackt» hat.

Teilnehmer einer Kundgebung halten Schilder hoch, die an die Todesopfer rechter Gewalt gemahnen. Aufnahme aus Magdeburg vom 21. Juli 2020.
Teilnehmer einer Kundgebung halten Schilder hoch, die an die Todesopfer rechter Gewalt gemahnen. Aufnahme aus Magdeburg vom 21. Juli 2020.
Foto: Omer Messinger (Keystone)

Stephan B. sass noch mit 27 im Kinderzimmer bei seiner Mutter. Er liess sich von ihr bekochen, einkleiden, von ihr die Krankenversicherung bezahlen und die Miete. Er hatte zwei Studienfächer abgebrochen. Er arbeitete seit Jahren nichts. Er hatte keine Freundin, keine Freunde, er war in keiner Partei. Er sass nur rum, am liebsten starrte er in seinen Computer. Dabei schuf er sich eine Welt aus vier einfachen Überzeugungen: 1. Die Juden sind an allem schuld. 2. Sie locken muslimische Flüchtlinge nach Europa. 3. Die Muslime sind Eroberer und nehmen den weissen Männern die Frauen weg. 4. Deswegen kriegen Männer wie er keine ab.

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