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150-Millionen-Geschenk der ZKBDie Jubiläums-Millionen fliessen ins Corona-Impfprogramm

27,6 Millionen Franken des Kantonalbank-Jubiläumsgeschenkes will der Kanton verwenden, um den Zugang zu den Zürcher Fliessgewässern zu verbessern. Der grösste Teil aber fliesst in das Impfprogramm.

Die Limmat dient der Erholung: Der Zürcher Regierungsrat will den Zugang zu ihr und zu weiteren Flüssen verbessern.
Die Limmat dient der Erholung: Der Zürcher Regierungsrat will den Zugang zu ihr und zu weiteren Flüssen verbessern.
Foto: Keystone ( Alexandra Wey)

Die Zürcherinnen und Zürcher sollen sich besser an der Limmat, an der Töss und an weiteren Flüssen erholen können: Der Zürcher Regierungsrat will rund einen Viertel der Sonderdividende der Zürcher Kantonalbank dafür einsetzen.

Mindestens 27,6 Millionen Franken sollen in verschiedene Projekte fliessen, mit denen der Zugang zu den Zürcher Fliessgewässern aufgewertet wird. Dies beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat, wie er am Dienstag mitteilte.

Nach Möglichkeit soll auf bereits bestehende Projektideen zurückgegriffen werden, wie es im Antrag des Regierungsrates heisst. Sie sollen regional gut über den Kanton verteilt sein.

Als mögliche Projekte zählt er unter anderem im unteren Limmattal eine «Aufwertung mit Gewässerzugängen, Flossen sowie attraktiven Rad- und Fusswegverbindungen» auf. Zudem könnte an der Tössegg die Erschliessung verbessert und die natürliche Deltaentwicklung gefördert werden.

Ein Zustupf für «besondere Projekte»

Finanziert werden sollen die Projekte aus der Sonderdividende der Zürcher Kantonalbank. Diese hatte zu ihrem 150-jährigen Bestehen zusätzliche 150 Millionen Franken an den Kanton (100 Millionen) und die Zürcher Gemeinden (50 Millionen) ausgeschüttet.

Mit diesem Zustupf sollen «aussergewöhnliche Projekte» realisiert werden, die der Zürcher Bevölkerung zu Gute kommen. Bessere Flusszugänge würden diesem Ziel entsprechen, ist der Regierungsrat überzeugt: «Dieses Thema ist ökologisch, wirtschaftlich und sozial von grosser und aller Voraussicht nach zunehmender Bedeutung.» Im Kanton Zürich würden die Gewässer auch für die Freizeitgestaltung der Bevölkerung eine grosse Rolle spielen.

Mit der Sonderdividende soll auch das für unentgeltliche Corona-Impfprogramm finanziert werden. Dafür hatte der Regierungsrat auf Grund der Dringlichkeit bereits 50,4 Millionen Franken bewilligt. Weitere, ebenfalls pandemiebedingte 15 Millionen Franken hatte der Regierungsrat aus der ZKB-Jubiläumsdividende bereits letztes Jahr zu Gunsten der Gemeinden freigegeben, damit diese in Not geratene Selbstständigerwerbende unterstützen konnten.

Weitere 7 Millionen Franken sollen für zahlreiche kleinere Projekte eingesetzt werden. Alle sollen «eine Breitenwirkung für die gesamte Bevölkerung» entfalten.

SDA/lop

6 Kommentare
    Thomas Bach

    Weshalb schafft es die Schweiz im allgemeinen und jetzt auch der Kanton Zürich im speziellen nicht, mit geschenkten Millionen etwas vernünftiges anzufangen, wovon auch spätere Generationen davon profitieren könnten?

    Eigentlich nur noch erstaunlich, dass die SVP die Gelegenheit nicht wahrgenommen hat, auf Steuersenkungen zu drängen.

    Wenn diese Impferei nicht Staatsaufgabe ist, die aus dem regulären Budget zu finanzieren ist, was ist dann eine Staatsaufgabe?