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Steuerfüsse 2021Die meisten Unterländer Steuerfüsse werden nicht angepasst

Obschon das Gros der Gemeinden mit schwierigen finanziellen Prognosen operiert, belässt man im Unterland die Steuerfüsse mehrheitlich, wo sie sind. Vorerst.

Eine wirtschaftliche Prognose für den Flughafen zu erstellen, ist wie ein Blick in die Glaskugel – doch daran hängen viele Unterländer Unternehmen, Arbeitsplätze und Steuererträge.
Eine wirtschaftliche Prognose für den Flughafen zu erstellen, ist wie ein Blick in die Glaskugel – doch daran hängen viele Unterländer Unternehmen, Arbeitsplätze und Steuererträge.
Foto: Paco Carrascosa

Dietlikon wird im kommenden Jahr einen um 6 Prozentpunkte höheren Gesamtsteuerfuss (neu: 98%) erheben. Dass das entsprechende Voranschlagstraktandum an der Versammlung (GV) der Schulgemeinde Anfang Dezember nicht ganz diskussionslos über die Bühne gehen konnte, erstaunt nicht weiter. Während eine Steuererhöhung ganz generell wohl nie für Jubel sorgt, mag sie im Krisenjahr 2020 besonders schlecht ankommen.

Das zeigte sich auch in anderen Gemeinden: Die Glattfelder haben den Budgetentwurf ihrer Behörde, der einen Gesamtsteuerfuss von 120 Prozent (plus 5 Prozentpunkte) vorgesehen hätte, an der GV abgelehnt. In Eglisau, wo der Gemeinderat eine Erhöhung um 4 Prozentpunkte (wäre neu: 117%) vorschlug, hatten FDP und SVP bereits Widerstand angekündigt – bevor die Versammlung aufgrund zu hoher Anmeldezahlen zugunsten einer Urnenabstimmung abgesagt wurde. In Bassersdorf und Rafz wiederum wurden die Voranschläge zwar angenommen, allerdings ohne die von der jeweiligen Dorfregierung beantragte Steuererhöhung von 5 beziehungsweise 3 Prozentpunkten. Tatsächlich hat ausser Dietlikon nur noch Boppelsen die Steuern nach oben angepasst (um 3 Prozentpunkte auf 94 Prozent) – und in beiden Fällen betraf die Erhöhung die Schulgemeinden.

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