Zum Hauptinhalt springen

Versprechen nicht gehaltenDie Schokolade-Industrie kriegt die Kinderarbeit nicht in den Griff

Obwohl Kakaoverarbeiter weltweit versprochen hatten, die Kinderarbeit in Westafrika bedeutend einzuschränken, hat diese in den letzten zehn Jahren zugenommen.

Gefährliche oder ungefährliche Kinderarbeit? Die Unterscheidung ist im Falle der ethisch verantwortungsvollen Kakaoproduction entscheidend.
Gefährliche oder ungefährliche Kinderarbeit? Die Unterscheidung ist im Falle der ethisch verantwortungsvollen Kakaoproduction entscheidend.
Foto: Daniel Rosenthal (laif)

Zumindest wenn es um die Aussendarstellung geht, ist Nestlé schon länger im Zeitalter des ethisch verantwortungsvollen Wirtschaftens, zu Neudeutsch «Corporate Social Responsibility», angekommen. So publizierte der Waadtländer Lebensmittelgigant 2017 den nach eigenen Angaben «ersten umfassenden Report der Industrie» zur Kinderarbeit im Kakaoanbau. Man habe die Situation von 40’000 Kindern zwischen 5 und 17 Jahren in der Elfenbeinküste untersucht. Das Resultat war, dass darunter 7000 Kinder gefährliche Arbeiten verrichteten. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit scharfen Werkzeugen, das Tragen schwerer Lasten oder das Arbeiten mit chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln ohne ausreichende Schutzkleidung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.