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Kommentar zu neuen Corona-RegelnDie Schweiz versucht einen hochriskanten Spagat

Maskenpflicht ja, Sperrstunde nein – der Bundesrat tut alles, um das gesellschaftliche Leben in Gang zu halten. Das könnte schnell zu wenig sein.

Die Schweiz weitet die Maskenpflicht aus, verkünden Bundesrat Alain Berset (SP) und Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (SP) am Sonntag an einem ausserordentlichen Medientermin.
Die Schweiz weitet die Maskenpflicht aus, verkünden Bundesrat Alain Berset (SP) und Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (SP) am Sonntag an einem ausserordentlichen Medientermin.
Foto: Keystone-SDA /Marcel Bieri

Es klingt bizarr, womit die Schweiz ab sofort konfrontiert ist: Wer 30 Familienmitglieder für ein Essen nach Hause einlädt und nicht für genügend Abstand zwischen Onkel und Tante sorgt, kann dafür eine Busse kassieren. Wer telefonierend ein Bahnhofsareal betritt und vergisst, eine Maske anzuziehen, ebenfalls.

Tatsächlich aber sind die neuen Regeln, die der Bundesrat am Sonntag verhängt hat, mild – so widersprüchlich und lebensfremd manches Detail auch wirken mag. Geschäfte bleiben offen, Restaurants bleiben offen, Schulen bleiben offen, die Fussballsaison läuft weiter. Der Bundesrat versucht einen Spagat: die Pandemie zu bremsen und das wirtschaftlich-gesellschaftliche Leben weitgehend am Laufen zu halten.

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