Region

2015 ist ein Spitzenjahr für die Imker der Region

Das aktuelle Jahr wird ein süsses: Die Honigernte im Unterland fällt überdurchschnittlich aus – was nicht nur den fleissigen Bienen zu verdanken ist.

Die Wilemer Imkerin Heidi Meyer darf sich dieses Jahr über besonders viel Honig freuen. Ihre Völker waren 2015 schon früh gross.

Die Wilemer Imkerin Heidi Meyer darf sich dieses Jahr über besonders viel Honig freuen. Ihre Völker waren 2015 schon früh gross. Bild: Sibylle Meier

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Die Unterländer Imker können aufatmen. Nachdem die Honigernte im vergangenen Jahr eher mässig ausfiel, dürfen sie sich nun über eine reiche Ausbeute freuen. Zwar läuft die Erfassung der Honigerträge in der Region noch. Doch bereits jetzt zeigt sich gemäss Urs Haberstroh, Präsident des Imkervereins Bezirk Dielsdorf, eine steigende Tendenz gegenüber 2014. 15,4 Kilogramm Honig im Frühling und 12,5 Kilogramm im Sommer ernteten Unterländer Imker pro Volk nach Haberstrohs ersten Berechnungen. 2014 waren es zwar 15,6 Kilogramm Frühlingshonig – aber nur 8,9 Kilogramm Sommerhonig. «Besonders freut uns, dass wir in diesem Jahr deutlich mehr Waldhonig ernten durften», sagt Haberstroh. Die ergiebige Waldhonigernte ist vor allem auf die vielen Blattläuse zurückzuführen, die sich dank der warmen Temperaturen rasch vermehrt haben. Die Läuse sind sogenannte Honigtauproduzenten. Sie zapfen Bäume an, saugen deren Zellsaft aus und scheiden ein zuckerhaltiges Sekret aus – den Honigtau. Diesen sammeln wiederum die Bienen und lagern ihn in die Waben ein. Je mehr Läuse es also hat, desto mehr Honig können die fleissigen Arbeiterinnen produzieren.

Wetter war bienenfreundlich

Auf ein erfolgreiches Honigjahr kann auch die Wilemer Imkerin Heidi Meyer zurückblicken. 30 Kilogramm Honig kann sie 2015 pro Bienenvolk ernten, von denen sie rund 150 besitzt. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 20 Kilogramm. Meyer erklärt die grossen Erträge unter anderem mit dem regelmässig warmen Frühling. Weil die Bienen erst ab einer Temperatur zwischen zehn und zwölf Grand ausschwärmen und die Marke in diesem Frühling selten unterschritten wurde, haben die Insekten schon früh viel fliegen können. «Zudem haben sich die Bienen durch das konstant warme Wetter innert kurzer Zeit vervielfachen können», sagt Meyer. Ihre Völker hätten bereits im Mai zwischen 40?000 bis 60?000 Bienen gezählt.

Regionale Unterschiede

Von einem «Spitzenjahr» spricht René Späni, kantonaler Honigobmann und Bieneninspektor im Unterland. Noch nie, sagt er, habe es so gute Völker gegeben wie im Jahr 2015: «Derzeit braucht sich nun wirklich kein Imker zu beklagen.» Es gebe jedoch regionale Unterschiede. Denn wie viel Honig die Bienen produzieren, hänge von der sogenannten Tracht ab. Davon also, welche Pflanzen in der Nähe des Volkes wachsen. Ein leidiges Thema bleibt auch im Honigjahr 2015 die Varroamilbe, welche die Bienen und ihre Larven gefährdet. Späni hat zwar den Eindruck, dass es in diesem Jahr weniger dieser Milben gibt als 2014. «Die konsequente Behandlung der Völker gegen die Varroamilbe ist aber auch in Zukunft nicht zu vernachlässigen.» (zuonline.ch)

Erstellt: 16.08.2015, 21:40 Uhr

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