Wehntal

Ausgebaute Bahnhöfe ermöglichen ­ Halbstundentakt im Wehntal

Die Bahnhöfe von Nieder­hasli bis Niederweningen sind in den vergangenen zwei Jahren für 26 Millionen Franken ausgebaut worden. Gestern hat Regierungsrätin Carmen Walker Späh sie in Steinmaur eingeweiht.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Felix Bissig, Leiter Projekte Region Ost der SBB, durchschnitten am Steinmaurer ­ Bahnhof das symbolische Band und erteilten der S-Bahn freie Fahrt im Halbstundentakt.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Felix Bissig, Leiter Projekte Region Ost der SBB, durchschnitten am Steinmaurer ­ Bahnhof das symbolische Band und erteilten der S-Bahn freie Fahrt im Halbstundentakt. Bild: Sibylle Meier

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Mit dem neuen Fahrplan von SBB und Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) kommt ab 13. Dezember – nach über 20 Jahren des Wartens – die Bevölkerung des Wehntals endlich zu ihrem durchgängigen Halbstundentakt nach Zürich und Rap­pers­wil. Damit dies möglich ist, mussten in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen der Teilergänzungen die Bahnhöfe von Nieder­hasli, Dielsdorf Steinmaur, Schöfflisdorf-Oberweningen, Niederweningen-Dorf und Niederweningen-Endbahnhof ausgebaut werden. Die Abfahrt am Endbahnhof Niederweningen wird jeweils um .04 und .34 sein.

Wie Felix Bissig, Leiter Pro­jekte Region Ost der SBB, gestern bei der feierlichen Einweihung der Bahnhöfe in Steinmaur den Vertreterinnen und Vertretern der Anstössergemeinden erklärte, mussten die Perrons verlängert und auch erhöht werden. Nur so können neu die 300 Meter ­langen Doppelstockzüge der ­neuen S-Bahn-Linie 15 auf dieser Strecke durchs Wehntal verkehren. Das mühsame Umsteigen in Oberglatt gehört damit der Vergangenheit an.

Behindertengerechte Zugänge

Die auf der ganzen Länge erhöhten Perrons ermöglichen ein stufenloses Ein- und Aussteigen. «Zudem wurden die Zugänge zu den Perrons mit Rampen erschlossen. Dadurch können auch Behinderte, Eltern mit Kinderwagen oder Passagiere mit schwerem Rollgepäck besser in den Zug einsteigen», sagte Bissig. Die Zugänge zur Bahn mittels Unterführungen und Treppen seien in Abstim­mung mit den jeweiligen Gemeinden ebenfalls verbessert worden.

An den Bahnhöfen von Steinmaur und Schöfflisdorf-Ober­weningen entstanden neue, vor der Witterung geschützte Wartebereiche mit Billettautomaten und Zeitungskästen.

Budget unterschritten

Für den Ausbau der sechs Bahnhöfe waren ursprünglich Kosten von rund 28 Millionen Franken budgetiert. Wie Bissig erklärte, konnte dieser Plafond nicht nur eingehalten, sondern sogar um rund 2 Millionen unterschritten werden.

Grösste Umstellung für ZVV

«Die Bauarbeiten an den Bahn­höfen waren alles andere als ­eine einfache Aufgabe, da der regu­läre Bahnbetrieb die ganze Zeit aufrechterhalten werden musste», sagte die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Der Ausbau der Wehntal­linie bedeute eine Aufwertung für die ganze Region. Und er stehe stellvertretend für viele andere kleinere und grössere Bahninfrastrukturprojekte, die der Bund, die SBB und der Kanton Zürich ­ in den letzten Jahren gemeinsam umgesetzt hätten. Der neue Fahrplan sei die grösste Umstellung, die der ZVV jemals vorgenommen habe. «Der 13. Dezember wird ­ ein vorgezogenes Weihnachts­geschenk für die Bevölkerung sein», sagte die Regierungsrätin.

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Erstellt: 20.11.2015, 19:42 Uhr

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