Buchs

Bäche sollen wieder plätschern

Die Gemeindeversammlung hat die kommunalen Richtpläne Siedlung und Landschaft sowie Verkehr genehmigt. Doch nicht alle sind mit den Plänen ganz glücklich.

In Buchs sollen mehrere Bäche, die heute durch Röhren fliessen, in den nächsten Jahren geöffnet werden.

In Buchs sollen mehrere Bäche, die heute durch Röhren fliessen, in den nächsten Jahren geöffnet werden.

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Der Grundtenor ist klar: Buchs soll so bleiben, wie es ist. Sorge tragen will der Gemeinderat besonders zum Dorfkern. «Es ist zwar kein historischer Dorfkern, aber ein lebendiger. Den wollen wir erhalten.» Damit schienen die 71 Buchserinnen und Buchser (1,8 Prozent) an der Gemeindeversammlung am Donnerstag einverstanden zu sein. Als Bau- und Werkvorstand Ruedi Meier den Richtplan Siedlung und Landschaft vorstellte und den zukünftigen Verlauf der Bäche erklärte, waren nicht mehr alle mit den Plänen der Gemeinde einverstanden. Mehrere Bäche, die heute durch Röhren fliessen, sollen in den nächsten Jahren geöffnet werden. Einige will die Gemeinde gar verlegen. «Da Buchs früher mehrere Mühlen hatte, zog man die Bäche ins Dorf. Jetzt werden wir sie wieder an den Siedlungsrand verlegen», sagte Meier.

Buchs habe gar keine Wahl, als die Bäche aus den Röhren zu befreien: «Sobald wir an einem eingedohlten Bach etwas machen müssen, sind wir gezwungen, den Bach zu revitalisieren.» Künftig werden also wieder mehr Gewässer offen fliessen. Das sorgt für Ärger und für Freude: Während ein Gemüsebauer über den Verlust an Landwirtschaftsfläche schimpfte, lobte eine Vertreterin des Natur- und Vogelschutzvereins die Bachöffnungen als Massnahme zur Förderung der Biodiversität.

Neue Bauzonen chancenlos

Ebenfalls für Diskussionen sorgte das Gebiet Chratz, das im kommunalen Richtplan als Reservezone ausgeschieden ist. Grundeigentümerin Myrta Burkhalter kämpft seit langem für Alterswohnungen auf dem zentrumsnahen Areal, das aber nicht in der Bauzone liegt. Bevor die Zonen für die nächsten 20 Jahre festgelegt sind, wollte sie einen Antrag auf Umzonung ihres Grundstücks stellen. Meier wies den Antrag ab, bevor sie ihn formulieren konnte. «Für Umzonungen ist nicht die Gemeinde zuständig: Der Kanton sagt Nein.» Auch den Antrag des ehemaligen Gärtnereibesitzers Louis Müller wies der Gemeinderat ab. Er wollte einen Abtausch der Zonen Chratz und Ausserdorf, wo er – in der Bauzone – einen Rosengarten besitzt.

Für Fragen sorgte der künftige Werkhof, der laut Richtplan an der Gemeindegrenze zu Dällikon vorgesehen ist. Der Standort ist für viele Anwesende neu. Das Buchser Stimmvolk schickte im November ein Neubauprojekt bachab, das den Werkhof vom Südhang in die Talebene verlegen wollte. Bemängelt wurde, dass Buchs ursprünglich einen Werkhof mit Dällikon geplant hatte und für das Neubauprojekt die Nachbargemeinde nicht miteinbezogen habe. «Der Werkhof gehört ins Industriegebiet», sagte Meier. «Er wird nicht sofort gebaut. Wir werden mit Dällikon Gespräche führen.»

Nach vielen Voten liess Gemeindepräsident Thomas Vacchelli die Versammlung über die beiden kommunalen Richtpläne abstimmen. Diese sagte zu beiden deutlich Ja.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.03.2019, 10:43 Uhr

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