Kesb

Besuchsrecht fahrlässig ausgedehnt?

Für den Steinmaurer EDU-Kantonsrat Hans Egli ist ein Entscheid der Kesb völlig unverständlich: Wie er in einem Vorstoss bemängelt, hat die Behörde das Kinder-Besuchsrecht eines Drogenkonsumenten ausgedehnt.

Kantonsrat Hans Egli aus Steinmaur will vom Zürcher Regierungsrat Auskunft über das Vorgehen in einem Kesb-Fall.

Kantonsrat Hans Egli aus Steinmaur will vom Zürcher Regierungsrat Auskunft über das Vorgehen in einem Kesb-Fall. Bild: Archiv ZU

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Kantonsrat Egli bezieht sich auf einen Fall, in welchem die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) einem Ausländer mit Drogenproblemen erlaubt hat, sein Kind länger zu besuchen als bisher – die Begleitende Besuchstreffzeit (BBT) sei ausgedehnt worden, was für ihn völlig unverständlich sei, schreibt Egli. Zudem sei diesem Mann in Aussicht gestellt worden, das Besuchsrecht später einmal unbegleitet ausüben zu dürfen.

Kind kaum besucht

Das Unverständnis verstärkt sich für den EDU-Kantonsrat noch dadurch, dass der Mann sein bisheriges Besuchsrecht nur sporadisch wahrgenommen habe – keine zehnmal in zwei Jahren –, dass er Drogen konsumiere («Kiffen und Koks») und dass eine nicht zu unterschätzende Entführungsgefahr bestehe.

Aus diesen Gründen möchte der Steinmaurer Politiker in seiner Anfrage an den Regierungsrat wissen, was dieser davon halte. Ob die Regierung die Ansicht teile, dass der Vater keine ausgedehntere Besuchszeiten erhalten solle, «sondern zuerst regelmässig und zuverlässig seine jetzigen Besuchszeiten wahrnehmen soll?»

Mutter einbezogen?

Auch interessiert ihn, wie die Kesb zu einem solchen Entscheid kommen kann und ob dabei der gesundheitliche Zustand und der Drogenkonsum des Vaters berücksichtigt werde. Zudem fragt Egli, ob die Mutter des Kindes und die Kinderärzte in den Entscheid einbezogen würden. (cy)

Erstellt: 24.01.2017, 14:41 Uhr

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