Otelfingen

Café Eden lädt zum Verweilen ein

Im Jugendhüsli ist ein schmuckes Café entstanden. Während die Erwachsenen drinnen etwas trinken können, spielen die Kinder draussen auf dem Spielplatz.

Im Café Eden können die Besucher ihren Alltagsstress für einen Augenblick hinter sich lassen.

Im Café Eden können die Besucher ihren Alltagsstress für einen Augenblick hinter sich lassen. Bild: Jasminka Huber

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In Otelfingen gibt es neuerdings paradiesischen Kaffee. Möglich macht dies das neu eröffnete Café Eden, welches von der reformierten Kirche Otelfingen-Boppelsen-Hüttikon geführt wird. Jeweils mittwochs öffnet sich die Tür zum neu renovierten Jugendhüsli beim Spielplatz hinter dem Pfarrhaus. Der Besucher tritt ein in einen hellen, freundlichen Raum mit weissen Holzwänden und Tischen, auf welchen dekorative Zuckerherzen darauf warten, den Kaffee oder den Tee zu versüssen.

Auch selbst gemachtes, frisches Gebäck findet Abnehmer.Gerade betreten einige Mütter das Café. Sie kommen vom «Singe mit de Chliine». Martina Weckmann ist eine von ihnen. «Ich finde es toll, dass ich mich hier mit anderen Müttern treffen kann und noch Zeit habe, einen Kaffee zu geniessen.» Heute Morgen ist sie mit ihrem zehnmonatigen Sohn hier, und am Nachmittag kommen dann auch die beiden Töchter mit. Und während die Kinder auf dem Spielplatz herumtoben, gibt es für die Mamis eine Pause bei Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen.

Ein Bedarf wurde abgedeckt

Vergangenes Jahr wurde noch improvisiert und den Müttern jeweils nur bei schönem Wetter vor dem Jugendhüsli von Ruth Kübler und Regina Fehr Kaffee und Kuchen angeboten. «Daraus entwickelte sich dann die Idee, auch bei schlechtem Wetter etwas anbieten zu können», erklärt Kübler, die heute zusammen mit Kollegin Heidi Schwyn als freiwillige Mitarbeiterin das Café Eden leitet.

Jugendarbeiter Daniel Witkovsky, der seit letztem September als Sozialdiakon in Otelfingen arbeitet, sah ebenfalls einen Bedarf für ein solches Angebot und unterbreitete, als ehemaliger Dekorationsgestalter, der Kirchenpflege ein Raumkonzept für eine Kaffeestube. Er war überrascht, wie schnell er die Zusage erhielt, mit der Umgestaltung des Jugendhüsli zu beginnen. «Das Jugendhüsli hat ja eine lange Geschichte, daher bin ich sehr respektvoll und vorsichtig beim Umbau vorgegangen.»

Der ehemalige Speicher des Pfarrhauses ist vermutlich rund 200 Jahre alt und wurde seit 1992 als Jugendhaus genutzt. Jetzt sind die Jugendlichen in den Räumlichkeiten des Kirchgemeindehauses untergebracht. Geblieben ist im oberen Stock des Jugendhüsli der ebenfalls renovierte Raum für die Sonntagsschule. Bei der Renovation mitgeholfen haben auch die Asylbewerber aus Otelfingen. Der Boden musste rausgerissen werden, eine neue Küche wurde eingebaut und die Wände wurden weiss gestrichen. Entstanden ist ein schmuckes, liebevoll eingerichtetes Café, das zum Verweilen einlädt.

Kässeli statt Preisliste

Das Café Eden soll ein Begegnungsort sein, wo Menschen sich bewegen. «Kirche auf eine andere Art», wie Witkovsky erläutert, «durch Austausch, Begegnung und Spiel». Und schmunzelnd fügt er hinzu: «Wer weiss, vielleicht ergibt sich hier ja einmal eine Jassrunde.» In der Zwischenzeit bedienen Ruth Kübler und Heidi Schwyn neue Gäste.

Zwei Damen mit ihren Hunden haben zufällig das Café entdeckt und geniessen das gemütliche Ambiente. Thomas Stalder aus Dübendorf ist heute geschäftlich in Otelfingen unterwegs und nutzt die Gelegenheit für eine Kaffeepause. Aber nach einer Preisliste suchen die Gäste vergebens. «Wir haben bewusst darauf verzichtet. Jeder soll sich hier etwas leisten können und gibt so viel ins Kässeli, wie er vermag», erklärt Kübler die Philosophie hinter dem paradiesischen Begegnungsort.

Öffnungszeiten: Immer am Mittwoch von 9 bis 11.30 und von 14.30 bis 17 Uhr (ausser in den Schulferien).

Erstellt: 04.07.2018, 14:50 Uhr

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