Neerach

Dubioser Lottogewinn bringt auch Nichtberner zum Lachen

Der Bernerverein Zürcher Unterland steckt in den letzten Vorbereitungen für die Unterhaltungsabende. Es gibt Theater, Jodel, Volksmusik dazu feines Essen.

Rosmarie Harlacher, Rita Leeger und Gerry Stucki (von links) hoffen auf den Lotto-Sechser. Foto: Marlies Reutimann

Rosmarie Harlacher, Rita Leeger und Gerry Stucki (von links) hoffen auf den Lotto-Sechser. Foto: Marlies Reutimann

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Mit dem Theaterstück «E dubiose Lottogwinn» von Autor Ueli Isler bietet der Bernerverein Zürcher Unterland an sechs Aufführungen Volkstheater für Berner und Nichtberner.

Käthi und Res Balmer, dargestellt vom Ehepaar Pia Bürki Lehmann und Fredy Lehmann, wälzen finanzielle Sorgen. Die Schreinerei läuft nicht mehr wie einst und die Verwandten drohen mit Kündigung ihrer Darlehen, da diese vor allem auf den eigenen Vorteil aus sind.

Mit der Idee, sich auf hochwertiges Kunsthandwerk zu spezialisieren, kann Schreinerei-Mitarbeiter Alex Moser in letzter Minute doch noch einen Kredit auftreiben. Als sich Res von seiner Schwester, der Bankangestellten Petra beraten lässt, winkt die Lösung. Ein dubioser Lottogewinn wendet schliesslich das Blatt. Ob Res und Käthi nun glücklich werden?

In Rolle hineinversetzen

Das Stück für sieben Personen bietet Unterhaltung ohne seicht zu sein. Im ersten Akt macht sich der Schreinereiangestellte Alex manche Gedanken wie das mit dem Geld haben, reich sein und Ansehen geniessen funktioniert. Res und Käthi stellen fest, dass ihre Beziehung in all den Jahren gelitten hat und die Leichtigkeit auf der Strecke geblieben ist. Woran das liegen mag? Im Dreiakter geht es um diese und andere Fragen des täglichen Lebens in Frutigen

Heidi Held welche die durchtriebene Bankangestellte Petra spielt, musste sich intensiv mit ihrem Text beschäftigen. «Das Vokabular aus der Bankerszene, das Petra benutzt, ist mir nicht geläufig, deshalb musste ich mich mit gewissen Begriffen und Sätzen vertieft auseinandersetzen», sagt Held. «Mit dieser Figur habe ich nicht viel gemeinsam, nun ist Schauspiel und sich in die Rolle hineinversetzen gefragt», führte sie aus und lächelte.

Heimatlicher Jodel

Der Regisseur Jan von Rennekampff führt zum zwölften Mal Regie beim Berner Verein. Noch sieht der Regisseur Details die noch nicht ganz aufeinander abgestimmt sind. Einzeln macht er die Laienschauspieler darauf aufmerksam, ermuntert, motiviert und spornt an.

Am Text und den Abläufen müsse noch geschliffen werden. «Aber inzwischen kennen wir einander gut, man kann sagen wir sind Freunde geworden und so weiss ich um die Stärken und Schwächen der Darsteller», erläutert der Regisseur. Die Motivation ist bei allen gross, deshalb ist er überzeugt, dass bis zur Premiere alles klappen wird. Gesundes Lampenfieber ist spürbar.

Die sechs Anlässe bieten Darbietungen mit dem gemischten Jodelchor zum Thema Alp sowie Jodelduette mit Martha Zaugg und Erich Steiner. Auch für den kulinarischen Höhepunkt ist mit der «Merängge» aus Schangnau gesorgt. Ausserdem werden verschiedene Trio- und Viererformationen die Unterhaltungsabende bereichern.

Ein Blick ins elektronische Reservationssystem zeigt, dass die Aufführungen in Neerach und Winkel gut gebucht sind, aber durchaus noch freie Plätze bieten. Wer einen heiteren Abend mit Musik, Theater und Kulinarik geniessen möchte, ist bei den Heimwehbernern des Zürcher Unterländer Vereins bestens aufgehoben.

Aufführungen. Neerach, MZG Sandbuck, jeweils 20 Uhr: Samstag, 25. Januar; Mittwoch, 29. Januar; Samstag, 1. Februar. Winkel, Dorfzentrum Breiti,: Freitag, 7. Februar, 20 Uhr; Samstag, 8. Februar, 20 Uhr;Sonntag, 9. Februar, 14 Uhr. Informationen und Reservationen unter: www.bvzu.ch

Erstellt: 21.01.2020, 15:30 Uhr

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