Otelfingen

Neue Gesichter sollen die historische Mühle beleben

Dank einer neuen Zusammensetzung des Stiftungsrats und der Kulturkommission wollen die Verantwortlichen die Mühle Otelfingen mit neuem Leben füllen.

Der Stiftungsrat und die Kulturkommission rund um Präsident Wolfgang Wörnhard (vorne links, mit einer Büste des Stiftungsgründers Jürg Gilly) und Gemeindepräsidentin Barbara Schaffner (vorne rechts) möchten frischen Wind in die Mühle bringen.

Der Stiftungsrat und die Kulturkommission rund um Präsident Wolfgang Wörnhard (vorne links, mit einer Büste des Stiftungsgründers Jürg Gilly) und Gemeindepräsidentin Barbara Schaffner (vorne rechts) möchten frischen Wind in die Mühle bringen. Bild: Nathalie Guinand

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Die Mühle Otelfingen gehört zu den ältesten noch bestehenden Gebäuden im Dorf. Erstmals schriftlich erwähnt im Jahr 1405, stammt der spätgotische Massivbau, wie er sich heute noch präsentiert, aus dem Jahr 1598. Für die Erhaltung dieses markanten Bauwerks ist seit 2001 die Stiftung Mühle Otelfingen zuständig. Genauso wichtig wie der Erhalt ist aber auch die Förderung kultureller Anlässe.

Der Stiftungsrat hat sich 2018 teilweise neu zusammengesetzt und sich seither intensiv mit den Strukturen der Stiftung befasst. Ein grosses Thema war die Bildung eines eigenständigen Kulturvereins, der für die Organisation der kulturellen Veranstaltungen zuständig gewesen wäre. «Diese Idee hat für viele Diskussionen gesorgt. Letztendlich haben wir sie aber wieder verworfen», erzählte Stiftungsratspräsident Wolfgang Wörnhard anlässlich einer kleinen Medienkonferenz am Mittwochnachmittag.

Ideen und Visionen sind genug vorhanden

Anstelle eines eigenständigen Vereins hat der Stiftungsrat nun die ursprüngliche Organisationsstruktur – Stiftungsrat plus Kulturkommission, alle arbeiten ehrenamtlich – bestätigt. Verändert hat sich aber die Besetzung. «Ich habe letztes Jahr viel geweibelt», erzählte Patrice Gilly, Sohn des Stiftungsgründers Jürg Gilly. «Gefunden haben wir tolle Leute, die bereit sind, sich für die Mühle zu engagieren.»

«Ein schönes Gebäude, das nicht mit Leben gefüllt ist, bringt uns nichts.»Patrice Gilly, Sohn des Stiftungsgründers

Das Team der Kulturkommission wird nach einer Einarbeitungszeit ab Sommer 2019 die Verantwortung für die Spielsaison 2019/20 übernehmen. Unterteilt in die vier Sparten Classic, Non-Classic, Spoken Word sowie Kids, sprudeln die neuen Mitglieder vor Ideen. Andrea Frey und Susanne Franklin zum Beispiel, zuständig für die Sparte Spoken Word, können sich neben Lesungen auch Veranstaltungen wie eine Erzählnacht oder Slam-Poetry vorstellen. Weiterhin auf dem Programm stehen die beliebten Konzerte im ehemaligen Mahlraum.

Bevor es so weit ist, findet Ende Juni aber noch das Grossprojekt «Voce ’19» statt, das gemeinsam mit dem Dielsdorfer Bistro Philosophe und dem Kulturkreis Würenlos durchgeführt wird. Geplant sind Vorführungen in privaten Wohnzimmern sowie am darauffolgenden Tag ein gemeinsamer Workshop mit Open-Air-Konzert.

Hochzeiten oder Jubiläen in historischen Räumen

Neben den kulturellen Aktivitäten legt der Stiftungsrat auch grossen Wert auf die verstärkte Nutzung der Räumlichkeiten durch Kurzvermietungen. «Ein schönes Gebäude, das nicht mit Leben gefüllt ist, bringt uns nichts», sagte Patrice Gilly. Neu ist die Tatsache, dass unter anderem der ehemalige Mahlraum, der Hof oder die Stube für private Anlässe gemietet werden können, zwar nicht.

Dem Stiftungsrat ist es aber ein Anliegen, dass diese Möglichkeit mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rückt – und damit auch mehr genutzt wird. Überprüft werden momentan die Preise für die Vermietung. Dem Stiftungsrat schweben zum Beispiel Hochzeiten, Jubiläen, Taufen oder auch Vereinsanlässe vor. «Die Mühle soll einen Beitrag an ein munteres Gemeindeleben leisten», fasste es Wolfgang Wörnhard zusammen.

Erstellt: 14.02.2019, 09:01 Uhr

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