Dielsdorf

Radar blitzt 4600 Temposünder in nur zwei Wochen

Am selben Standort hat die Polizei mit einem Blitzkasten rund eine Viertelmillion Busseneinnahmen generiert. Im Vordergrund stehe die Verkehrssicherheit, sagt die Polizei.

Das Radar in Dielsdorf blitzte 4600 Temposünder - ein überraschend hoher Wert. Symbolbild.

Das Radar in Dielsdorf blitzte 4600 Temposünder - ein überraschend hoher Wert. Symbolbild. Bild: Sabine Rock

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Auf der Neeracherstrasse ausgangs Dielsdorf tappten 4600 Automobilisten in eine mobile Radaranlage, welche die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h überschritten hatten. Der schnellste Lenker fuhr mit über 100 km/h. Ein wahres Blitzlichtgewitter verfolgte die Automobilisten, die in der Adventszeit auf der Strasse ins Neeracher Ried die Geschwindigkeitslimite von 60 km/h nicht eingehalten haben.

Halb verdeckt durch einen Tannenbaum auf der rechten Strassenseite war eine mobile Radaranlage positioniert, die Tag und Nacht blitzte. Eine Temposünderin aus Neerach: «Weil in diesem Bereich tagsüber immer wieder Reiter oder Fussgänger die Strasse überqueren, fahre ich vorsichtig und halte eigentlich immer die Geschwindigkeitsvorgaben ein.»

Tag und Nacht geblitzt

Am 6. Dezember, kurz vor Mitternacht, fuhr sie von Zürich kommend in den verkehrsfreien Kreisel beim Coop, nahm die zweite Ausfahrt in die Neeracherstrasse und gab in der leichten Rechtskurve ein bisschen Gas, um dann mit 80 km/die schnurgerade, einen Kilometer langen Strasse hinunter zu fahren. Auf der Höhe der Reitanlagen Baholz und RGO blitze es zu ihrem Erschrecken zweimal und der Blick auf den Tacho versprach Unheil: Knapp 70 km/, rund 100 Meter vor der Tafel, die die 60er Begrenzung aufhob. So wie ihr ging es den meisten der 4600 Temposündern, deren Übertretung im unteren Bereich von 5 bis 15 km/h registriert wurden.

Durch den Toleranzabzug von 5 km/h kam die Frau mit einer Busse von 40 Franken davon. 108 Automobilisten müssen mit einer Verzeigung beim Statthalteramt rechnen, weil sie zwischen 16 und 20 km/h zu schnell waren. Einige werden zur saftigen Busse auch den Ausweis bis zu drei Monaten abgeben müssen. Der Dielsdorfer Gemeindeschreiber Marco Renggli zeigte sich vom Ergebnis der Radarkontrolle überrascht: «Ich kann es kaum glauben, dass so viele zu schnell gefahren sind.»

«Kaum zu glauben»

Die Radarkontrolle vom 5. bis 18. Dezember brachte dem Kanton Zürich mindesten 250 000 Franken Bussgeld ein. Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei, betont: «Es geht um Verkehrssicherheit und nicht ums Geld.» Gemessen wurden insgesamt 87 000 Fahrzeuge. Davon war jedes Sechzehnte zu schnell. Ausgangs Dielsdorf hat es bei den Reitställen eine Ausfahrt, die von den links kommenden Fahrzeuglenkern erst spät gesehen wird.

Deshalb wird die 60er-Geschwindigkeitsbegrenzung erst nach dieser Zu-und Wegfahrt aufgehoben. Weil auf der geraden 80-er-Strasse viel zu oft viel zu schnell gefahren wird, wollt der Rennverein Zürich die ganze Strecke mit dem 60er-Limit belegen, um die Zufahrten zur Rennbahn und den Stallungen sicherer zu machen. Das Vorhaben wurde aber vom Amt für Verkehr abgelehnt.

(zuonline.ch)

Erstellt: 07.01.2018, 14:17 Uhr

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