Rümlang

Ab 19.19 Uhr herrschte Narrenfreiheit

Der 21. Martinimärt hatte es in sich: Zur fastnachtsuntypischen Uhrzeit von 19.19 Uhr gab es ein Monsterkonzert.

Die Rümlanger Guggenmusik «Einhorngusler» hatte vor ihrem Auftritt mit Personalproblemen zu kämpfen.

Die Rümlanger Guggenmusik «Einhorngusler» hatte vor ihrem Auftritt mit Personalproblemen zu kämpfen. Bild: Urs Weisskopf

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Punkt 19.19 Uhr setzte am Samstagabend auf dem Gemeindehausplatz das Monsterkonzert der drei anwesenden Guggenmusiken ein, welches den Höhepunkt des diesjährigen 21. Martinimärts in Rümlang bedeutete. Es schien, als versuchte die versammelte Schar der Bläser, Trommler und anderer Musikanten den bissig-kalten Wind und die ständig wiederkehrenden Regenschauer zu vertreiben. Ein kleineres Debakel hatten kurz zuvor die Rümlanger «Einhorngusler» zu verzeichnen: ganze fünf Mitglieder hätten eine Woche zuvor «gemeutert» und seien zu einer anderen Guggenmusik gegangen, erklärte Chefgusler Röbi Käser. Einige vakante Positionen konnten erst Stunden vor dem Monsterkonzert besetzt werden, dank dem beherzten Einsatz der «Guslers» und ihrer Freunde.

Schockoladen-Früchte für den Nachwuchs

Der seit 1997 jährlich im November wiederkehrende Markt übe immer wieder eine grosse Attraktivität auf lokale und regionale Marktfahrer aus, sagte Vize-Präsidentin des Gewerbevereins, Caroline Nesshold. Insgesamt 80 Aussteller waren diesmal vor Ort. Dieses Jahr seien neben den langjährigen Standbetreibern auch vermehrt «Newcomer» zu verzeichnen gewesen.

Insgesamt hat das Angebot vielen Familien am frühen Samstagabend ins Herz von Rümlang gelockt, so auch die Aversas und Markovics. Während die Väter auf Glühweintour gingen, mussten die Mütter immer wieder den Stand mit den in heisser Schokolade getauchten Früchten besuchen, um den hungrigen Nachwuchs zu versorgen.

Der Betreuer der EHC Bassersdorf Damen hingegen führte die Sportlerinnen gleich in den umgebauten VW Bus der Garage Hangar 28. Hier drin konnte man im vom Regen geschützten Raum zu Diskolicht und Diskosound Wärme tanken und den nächsten Festzeltbesuch planen. Garagenbesitzer Marcel Hotz aus Rümlang freute sich, dass sein tiefergelegter VW Bus so gefragt war: «Ich investiere viel Herzblut in den Umbau meiner zahlreicher Wagen.»

Finnischer Glühwein für Liebhaber

Wer sich früher an der Kinderserie «Die Mumins», erschaffen von der finnlandschwedischen Schriftstellerin Tove Jansson, erfeut hatte, kam nun Am Stand von Arja Bolliger auf seine Kosten. Man konnte sich Töpfe und Lappen mit den Mumins anschauen - und bei Gefallen gleich kaufen und nach Hause nehmen. Die Standbetreiberin erzählte auf Wunsch zudem Geschichten über ihre Heimat Finnland und natürlich über die Mumins, während Schwiegertochter Michèle Bolliger den finnischen Glühwein servierte. «Die Rümlanger lieben den Glühwein, denn sie kehren immer wieder zurück für mehr», freute sie sich. Womöglich kamen die Besucher aber auch wegen den Zutaten zurück, denn die am Bechergrund liegenden Rosinen und Mandeln sollen dem Brauchtum nach Glück bringen.

Eigens für die Bewohner des Altersheim Lindenhof organisiert der Leiter des Alterszentrums René Keller eine kleinere Form des Martinimärts. Am Samstag, 2. Dezember, dürfen diejenigen, für welche der Martinimärt zum Erreichen zu beschwerlich war, die Glanzlichter und die Kostbarkeiten ganz für sich in den eigenen vier Wänden bestaunen, im Rahmen des Adventsmärts Lindenhof.

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Erstellt: 12.11.2017, 16:45 Uhr

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