Stadel

Alle drei Jungstörche haben überlebt

Nachdem letztes Jahr alle Jungstörche gestorben waren, ist die diesjährige Bilanz auf dem Stadler Kirchturm umso erfreulicher: Dem Nachwuchs geht es hervorragend.

Die Storcheneltern hatten dieses Jahr Glück mit ihrem Nachwuchs. Die drei Jungen sind wohlauf und gehen schon selber auf Futtersuche.

Die Storcheneltern hatten dieses Jahr Glück mit ihrem Nachwuchs. Die drei Jungen sind wohlauf und gehen schon selber auf Futtersuche. Bild: Heinz Nabholz

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Die drei Jungstörche im Nest auf dem Stadler Kirchturm sind putzmunter. Zum ersten Mal haben die Vögel am 7. Juli das Nest verlassen. «Tagsüber gehen sie auf Futtersuche in der näheren Umgebung, am Abend sind sie zurück im Nest», berichtet Heinz Nabholz, der die Störche vom Hügel Chofel aus beobachtet.

Nabholz bezeichnet 2017 als «ausgesprochen gutes Storchenjahr». Nachdem 2016 alle drei jungen Störche – zwei wegen der Kälte, einer wegen einer Verletzung am Bein – gestorben waren, hoffte er auf ein erfolgreicheres 2017. Der Brutbeginn dieses Jahr war vermutlich am 30. März, am 28. April sind die drei Störchlein geschlüpft, wie Nabholz protokolliert hat. Am 20. Februar waren die beiden Elternvögel im Nest auf dem Stadler Kirchturm eingetroffen.

Das Weibchen flog am Morgen ins Nest, das Männchen am Nachmittag. Dies sei ein besonderes Ereignis: Normalerweise treffe das Männchen eine Woche bis zwei Wochen früher ein. Beim Weibchen handelt es sich um «DER AJ 916», das 2012 in Lustenau (Österreich) beringt wurde und seit 2015 in Stadel nistet. Das Männchen «HES SG 343» wurde 2011 in Steinmaur beringt und kommt seit 2014 nach Stadel.

Nach drei bis vier Jahren kehren sie zurück

Laut Nabholz fielen die Frosttage im Frühling vor das Schlüpfdatum, so dass die brütenden Altstörche die Eier problemlos genügend warm halten konnten. «Es ist auffallend, dass in Stadel der gesamte Brutablauf gegenüber 2015 um etwa eine Woche früher zu beobachten war», sagt der Alt Gemeinderat.

Nur weil sie jetzt putzmunter sind, heisst dies aber noch lange nicht, dass sie auch den Winter überstehen. Nabholz beschreibt, wie es für die Vögel weitergeht: «Die Jungstörche sind nach etwa drei Monaten völlig unabhängig von den Eltern. Sie verlassen normalerweise Anfang bis Mitte August Stadel und machen sich ohne Eltern auf die lange, gefährliche Reise in ihre Winterquartiere in der Sahelzone oder heute auch teilweise in den Süden von Spanien oder Portugal.»

In ihren südlichen Winterquartieren bleiben die Störche laut Nabholz bis zur Geschlechtsreife und kehren nach etwa drei bis vier Jahren in die Region ihres Geburtsortes zurück. «Es ist jedoch zu bedenken, dass etwa zwei Drittel der Jungstörche durch die Gefahren des Zuges das erste Jahr nicht überleben.»

Erstellt: 18.07.2017, 16:13 Uhr

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