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Augen und Gaumen auf tamilisch verwöhnt

Der Hindu Verein Saiva Tamil Sangam aus Glattbrugg lud am Sonntag zum zweiten Mal zum Tamilischen Kultur und Essensplausch nach Oberglatt. Bei Tänzen und Gesang luden über 50 Speisen zur Kostprobe.

Die Chliriethalle in Oberglatt stand kulinarisch, musikalisch und spirituell im Zeichen der tamilischen Kultur
Die Chliriethalle in Oberglatt stand kulinarisch, musikalisch und spirituell im Zeichen der tamilischen Kultur
Urs Brunner
Ziel des Anlasses war es, der jungen Generation der Tamilen sowie interessierten Schweizern die tamilische Kultur näherzubringen.
Ziel des Anlasses war es, der jungen Generation der Tamilen sowie interessierten Schweizern die tamilische Kultur näherzubringen.
Urs Brunner
Instrumente wie Nadaswaram, eine Kegeloboe, und Miruthangam, eine zweifellige Doppelkonustrommel, gaben die einzigartigen Klänge der Hindus wieder.
Instrumente wie Nadaswaram, eine Kegeloboe, und Miruthangam, eine zweifellige Doppelkonustrommel, gaben die einzigartigen Klänge der Hindus wieder.
Urs Brunner
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Am Sonntag stand die Chliriethatte in Oberglatt kulinarisch, musikalisch und spirituell im Zeichen der Kultur aus dem Norden Sri Lankas. Der Tamilische Kultur und Essensplausch fand nach letztem Jahr zum zweiten Mal statt, wieder organisiert vom Hindu Verein Saiva Tamil Sangam aus Glattbrugg, dem auch der Shiva Tempel in der Gemeinde angehört.

Ziel ist, wie Vorstandsmitglied Rathakrishnan Pararajasingam erklärte, der jungen Generation der Tamilen sowie interessierten Schweizern die tamilische Kultur näherzubringen. «Die Jungen kennen die Vielfalt die traditionelle Küche nicht. Wir haben jedes Jahr beim Tempel ein Jahresfest und wir fanden, wir könnten mit diesem Anlass noch mehr hinausgehen und auch unsere Schweizer Mitbürger unsere Kultur zeigen.»

Vegetarische Pracht

Den Eingang zur Halle schmückte eine lange Tischreihe, wie man sie auch an einem Markt antrifft. Verschiedene Gewürze, Linsen, Körner und Reissorten in Schüsseln sowie zur Dekoration geschnitzte exotische Früchte wie Karambole, Mangostin, Rambutan, Zimtapfel oder Ananas ebneten den Weg zum grossen Büffet, wo auf auf Holzständen mit Bambusblättern und noch mehr leuchtenden Früchten und Götterfiguren über 50 traditionellen pikante und süsse Speisen lockten.

Bei den tamilischen Namen der Speisen konnten sich die Schweizer Besucher an den auf Deutsch aufgeführten Zutaten orientieren. Palakoddai Thuvayal (Jackfruchtsamen mit Zucker und Kokosnuss), Gemüsecurries wie Kataharikai. Pusanikai und Kowvangkai, Biriyani (Basmatireis mit Bohnen, Masala, Erbsen), frittierte süsse Teige wie Murukku und Vaippan und vieles mehr.

Dosai, Fladenbrote aus Urid Linsen, Reismehl und Hefe wurden frisch gebraten. Wie es sich in der traditionell tamilisch hinduistischen Küche üblich ist, waren alle Speisen vegetarisch. «Die tamilische Küche ist sehr abwechslungsreich, wir haben über 80 Gewürzsorten, aber ursprünglich wurde in unserer traditionellen Küche nicht mit Fleisch gekocht», sagte Vereinsmitglied Kabilnath Yoneswaran. Heute fügen Tamilen den Gerichten aber durchaus auch Geflügel und Fisch bei. «Rind wird natürlich nicht gegessen. Die Kuh ist ein heiliges Tier bei Tamilen mit hinduistischem Glauben.»

Tänze, Gesang, Segnungen

Unter den Besuchern war Maia Winterberger und ihr Mann Rajan Rasenthiram aus Kerns, OW sowie ihre Freundin Lavania Vijayakumar aus Sarnen, mit ihrem Mann Mugunthu Rajathurai und Söhnchen Diron (2 Monate), der vor dem Lärm mit grossen Kopfhörern geschützt wurde.

Winterberger kam der tamilischen Kultur durch eine Kollegin näher. «Wir sind seit langem beste Freundinnen und mit ihr zusammen reiste ich zum ersten Mal nach Sri Lanka.» Aus einem Mal wurden sechs. «Dort habe ich dann auch meinen Mann kennengelernt.» Zum Anlass kamen sie als Familienunterstützung. «Meine Cousine und mein Cousin treten heute im musikalischen Programm auf», sagte Lavania Vijayakumar.

Der Grossteil der über 1000 Besucherinnen und Besucher waren Tamilen oder Schweizer mit tamilischen Wurzeln. Für sie hielt der der Prediger des Shiva Tempels bis zum Nachmittag Segnungen und Predigten in ihrer Sprache ab, danach waren traditionelle Lieder und Tänze wie Bharatanatyam an der Reihe. Instrumente wie Nadaswaram, eine Kegeloboe, und Miruthangam, eine zweifellige Doppelkonustrommel, gaben die einzigartigen Klänge der Hindus wieder.

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