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Aus der grossen wird die kleine Fliegerei

Erhard Lang fing 1996 an, Flugzeugmodelle herstellen zu lassen und zu verkaufen. Damals arbeitete er noch bei der Swissair. Sein Hobby konnte er schon bald zum Beruf machen und er-öffnete 2002 sein erstes Geschäft.

Der frühere Swissair-Mitarbeiter Erhard Lang (links) verkauft seit 1995 Flugzeugmodelle. Das Geschäft in Oberglatt hat er jetzt einem Nachfolger übergeben. Prisca Fahrni (rechts) ist die Geschäftsführerin.
Der frühere Swissair-Mitarbeiter Erhard Lang (links) verkauft seit 1995 Flugzeugmodelle. Das Geschäft in Oberglatt hat er jetzt einem Nachfolger übergeben. Prisca Fahrni (rechts) ist die Geschäftsführerin.
Leo Wyden

Soeben hat Susi Lang, die seit ihrer Pensionierung bei «Airmail Flkugzeugmodelle» im Laden mithilft, ein Paket für einen Kunden in Thailand zur Post gebracht. Auf einer Ladenfläche von über 100 Quadratmetern stehen Regale in der Länge von fast 600 Metern. Darauf präsentieren fast 5000 Flugzeug- und Hubschraubermodelle die Luftfahrtgeschichte im Allgemeinen und die Schweizer Luftfahrtgeschichte im Besonderen.

Nebst denjenigen aus Metall oder Kunststoff sind auch Handarbeitsmodelle ausgestellt. Diese werden seit 17 Jahren in einer Werkstatt auf den Philippinen von Hand geschnitzt und bemalt. Das Modell der «Rega» und seine Vorläufer wurden für das Verkehrshaus Luzern in grösserem Massstab angefertigt; das Grösste, ebenfalls für das Verkehrshaus Luzern, ist dasjenige der Solarflugzeuge «Solar Impulse» mit sieben Metern Spannweite.

Spürgbare Leidenschaft

Erhard Lang eröffnete 2002 sein erstes Geschäft in Glattbrugg. Seit 2006 verkauft er die Modelle in Oberglatt. Ein Geschäft, das weltweit bekannt und gefragt ist. Peter Fahrni, langjähriger Kunde von Lang, hat dessen Nachfolge übernommen und wird das Team auf Herbst 2017 hin erweitern. Seine Frau, Prisca Fahrni, ist neue Geschäftsführerin und wird den Laden vorerst mit Gründer, Lang, weiterführen.

Die Liebe zur Fliegerei und die Leidenschaft für deren Zeitzeugen, die Flieger und Hubschrauber, sind sofort spürbar, wenn man den Laden betritt und mit dem Gründer sowie dem Nachfolger ins Gespräch kommt. Jedes Modell erzählt eine eigene Geschichte. Da stehen Flugzeuge von Airlines, die nicht mehr existieren, wie zum Beispiel von der «PAN AM» oder von der «Balair», später «Belair», bevor diese von der «Air Berlin» übernommen wurde.

Da stehen Flugzeuge mit bunten Bemalungen, die an sich schon Zeitzeugen sind: das Pilotengesicht auf der «AeroSur», der Hibiskus auf der «Malaysia» oder der «Samichlaus» auf der «Ryanair». Sportfreunde kommen mit der «Eurowings» auf ihre Rechnung –Borussia Dortmund-Fans, um präzise zu sein.

Es gibt Sammler, die auf bestimmte Bemalungen aus sind; andere sammeln bestimmte Hersteller, Massstäbe oder Airlines. Und dann gibt es die Gelegenheitskäufer, die nach einem erfreulichen Erlebnis mit einer Fluggesellschaft oder nach erholsamen Ferien genau den Flugzeugtypen der Airline, mit dem sie geflogen sind, als Erinnerung zu Hause haben möchten.

Eine Abteilung widmet sich der Militärfliegerei und der Weltraumfahrt. Modelle aus dem Ersten sowie solche aus dem Zweiten Weltkrieg erzählen aus den Zeiten unserer Vorfahren und erinnern an dunkle Kapitel in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nicht weit davon entfernt kann man sehen, in welcher Raumfähre Claude Nicollier in den Weltraum fuhr, oder die «Ariane» betrachten, deren oberste Teile in Oerlikon produziert werden.

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