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Bachsertalstrasse sanieren sei Steuergeldverschwendung

bachs/Steinmaur 2018 soll die Bachsertalstrasse zwischen Bachs und Fisibach saniert werden. Für den Steinmaurer EDU-Kantonsrat Hans Egli ist das aber gar nicht nötig, weil ohnehin zu wenig Verkehr da ist. Jetzt will er vom Regierungsrat Grundsätzliches in Sachen Strassensanierung wissen.

Screenshot Google Street View

Die Bachsertalstrasse reicht von Steinmaur über Bachs bis nach Fisibach und gehört dem Kanton. Und dieser verpasst der Route eine umfassende Sanierungskur. Seit Anfang März ist der Abschnitt zwischen Bachs und Obersteinmaur (2,35 Kilometer) dran.

Die Fahrbahnoberfläche weise auf dem gesamten Bereich Spurrinnen, verschiedene Unebenheiten, provisorisch geflickte Stellen und viele Risse auf, konstatierte die Baudirektion. Für 3,8 Millionen Franken wird alles erneuert. Ursprünglich hätte die Vollsperrung der Strasse Ende Mai wieder aufgehoben werden sollen, aufgrund ungünstiger Witterung dauern die Arbeiten aber länger als geplant.

Für 2018 sind weitere Arbeiten an der Bachsertalstrasse geplant: nämlich auf dem Abschnitt von Bachs bis Fisibach. Warum das nötig sein soll, sieht der Steinmaurer EDU-Kantonsrat Hans Egli aber nicht ein – und er wendet sich mit einer Anfrage an den Regierungrat. «Diese Strasse ist durch die geringe Frequenz von Schwerverkehr nach wie vor in einem guten Zustand», schreibt Egli darin, deshalb sei diese angekündigte Strassensanierung «unnötig und Steuergeldverschleuderung».

Auf Gemeindegebiet von Steinmaur misst der Kanton jeweils das Verkehrsaufkommen der Bachsertal-/Bachserstrasse. Im Durchschnitt befahren die Route etwa 2249 Fahrzeuge pro Tag; davon fallen 64 Fahrzeuge (oder 2,8 Prozent) in die Kategorie des Schwerverkehrs. Zum Vergleich: Die Wehntalerstrasse bei Niederweningen weist im Schnitt 7833 Fahrzeuge pro Tag aus, die Schaffhauserstrasse beim Hardwald bei Bülach 28 102.

«Teurer Granit kann Pneus aufschlitzen»

Für Egli, so führt er in seinem Vorstoss aus, sollte nicht das Alter, sondern der Zustand einer Strasse für die Frage nach einer Sanierung ausschlaggebend sein. «In Zeiten von Sparmassnahmen» sollten Strassensanierungen «nicht vergoldet werden». Der Kantonsrat geht bei seinen Ausführungen auch auf die bereits fast abgeschlossenen Sanierungsarbeiten am obgenannten ersten Abschnitt der Strasse ein.

«Hier wird links und rechts der Fahrbahn entlang neu ein scharfer Granit als Fahrbahnbegrenzung verlegt. Diese Granitbegrenzung macht das Kreuzen zwischen Traktoren und dem Bus schwierig und gefährlich.» Der Kantonsrat will von der Regierung wissen, wieso teure Granitsteine als Fahrbahnbegrenzung verbaut würden, «die zudem die unnötige Gefahr für Verkehrsunfälle und Pneuaufschlitzen bewirken».

Im Gegensatz zur Bachsertalstrasse weist für Hans Egli die Verbindungsstrasse zwischen Sünikon und Regensberg, eine ehemalige Kantonsstrasse, die durch seine Wohngemeinde Steinmaur verläuft, durchaus dringenden Sanierungsbedarf auf. Nur wurde diese Strasse vor 20 Jahren zur Gemeindestrasse deklassiert. Nun verlangt Egli dafür Vorschläge: «Was sieht der Regierungsrat angesichts der Tatsache, dass der Strassenfonds sehr gut geäufnet ist, für Möglichkeiten, um die wirklich dringende Strassensanierung von Sünikon nach Regensberg zu finanzieren?», schreibt er in seinem Vorstoss.

Und: «Falls der Kanton die Strassensanierung zwischen Sünikon und Regensberg nicht finanziell unterstützt, ist die Sperrung der Strasse eine mögliche Option. Wie stellt sich der Regierungsrat zur Sperrung der Strasse?»

red

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