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Bucher kämpft mit rückläufigen Aufträgen

Die im Bereich Landmaschinen und Maschinenbau tätige Bucher Industries kämpft weiter mit rückläufigen Aufträgen.

Bucher kämpft noch immer mit dem starken Franken.
Bucher kämpft noch immer mit dem starken Franken.
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Die Auftragsbücher der im Bereich Landmaschinen und Maschinenbau tätige Bucher Industries in Niederweningen sind weiterhin schlecht gefüllt. Auftragseingang und Umsatz reduzierten sich in den ersten neun Monaten deutlich. Dafür verantwortlich sind vor allem der starke Franken und weltweit sinkende Preise im Ackerbau.

Von Januar bis September sank der Konzernumsatz um knapp 11 Prozent auf 1,89 Mrd. Franken. Bucher ächzt unter der Frankenstärke. Der Konzern beziffert die negativen Folgen der Frankenaufwertung auf den Umsatz auf rund 7 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Sorgen bereitet Bucher auch die Auftragslage. Der Auftragsbestand per Ende September lag bei fast 628 Mio. Franken. In den ersten neun Monaten brachen die Auftragseingänge damit um 11 Prozent ein. Per Ende September beschäftigte Bucher 11'222 Mitarbeitende, das sind 4,6 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Die Hauptmärkte hätten sich deutlich unterschiedlich entwickelt, schreibt Bucher. In Europa blieb die Nachfrage verhalten. In Nordamerika hielt die positive Marktstimmung insbesondere bei den Hydrauliksystemen an. In Asien war die Nachfrage unverändert und in Lateinamerika war mit Ausnahme der Glasformungsmaschinen die schwache Konjunktur deutlich spürbar.

Starker Gegenwind bei Landmaschinen

In der wichtigsten Division, die Kuhn Group für Landmaschinen, ging der Umsatz um über 14 Prozent auf 845,8 Mio. Fr. zurück. Der Auftragsbestand sank gar um über ein Viertel. Bucher reduzierte hier den Personalbestand um fast 8 Prozent auf 4876.

Der Hauptgrund für den anhaltenden Nachfragerückgang sieht das Unternehmen in den weltweit sinkenden und stark volatilen Preisen für Ackerbauerzeugnisse. Bei einzelnen Produktfamilien im Ackerbau sei die Nachfrage teilweise bis zu 40 Prozent eingebrochen.

Auf tiefem Niveau stabil blieb nach Unternehmensangaben der Markt für Kommunalfahrzeuge. Der Umsatz ging dennoch um 9 Prozent auf 269 Mio. Fr. zurück und auch der Auftragsbestand reduzierte sich um über 10 Prozent.

Zu Bucher Hydraulics stellte das Unternehmen fest, dass sich der Geschäftsgang insgesamt in Lokalwährungen auf erstaunlich stabilem Niveau gehalten habe. In Schweizer Franken reduzierte sich der Umsatz um über 3 Prozent auf 353 Mio. Franken. Der Auftragsbestand liegt leicht unter Vorjahresniveau. Auch die beiden kleinsten Divisionen Emhart Glass und Bucher Specials verzeichneten Umsatzrückgänge.

Gedämpfte Aussichten

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Konzern ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse einen Umsatzrückgang und einen tieferen Betriebsgewinn.

Mit den Zahlen hat Bucher die Erwartungen der Analysten in etwa erreicht. Beim Auftragseingang ergab sich eine Punktlandung, während der Umsatz leicht hinter den Schätzungen zurückblieb. An der Schweizer Börse verloren die Bucher-Titel bis gegen Mittag 1,3 Prozent an Wert. Sie gaben damit stärker nach als der Gesamtmarkt.

SDA/ori

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