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Dälliker zahlen nächstes Jahr freiwillig mehr Steuern

Die Dällikerinnen und Dälliker möchten sich keine Steuersenkung leisten. Sie haben die vom Gemeinderat beantragte Steuerfusssenkung um 2 Prozentpunkte abgelehnt.

Der Steuerfuss in Dällikon bleibt, wie er ist. Das haben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung entschieden.
Der Steuerfuss in Dällikon bleibt, wie er ist. Das haben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung entschieden.
Michael Caplazi

Eine Mehrheit der anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hat sich am Dienstagabend gegen den Antrag des Gemeinderats gestellt. Dieser wollte den Anwesenden eine Senkung des Steuerfuss von 86 auf 84 Prozent schmackhaft machen. «Änderungen des Steuerfuss sind immer heikel», räumte Gemeindepräsident René Bitterli ein, «doch wir können uns das leisten», betonte er und präsentierte ein Budget mit einem Aufwand von 23,5 Millionen Franken und einem Plus von gut 146'000 Franken.

Sorge um künftige Generationen

Damit, dass sie künftig weniger tief in die Tasche greifen müssten, zeigten sich viele der 81 anwesenden Stimmbürger (3,4 Prozent) aber nicht einverstanden. Vielmehr machten sie sich Sorgen um die Zukunft der Gemeinde. «Wenn ich mir den Finanzplan anschaue, dann steigen unsere Schulden in den nächsten Jahren massiv. Ich sehe daher nicht ein, wieso wir heute die Steuern senken sollten», monierte ein Votant.

Ein anderer bezeichnete die zukünftige finanzielle Situation der Gemeinde als beängstigend. Auch das Argument, dass die 2 Prozent auf den Einzelnen eh nicht viel ausmachen, fiel. Sorgen machte man sich im Saal auch um die Jungen: «Wenn wir die Steuern heute senken, dann verschieben wir das Problem auf künftige Generationen. Das ist nicht fair», sagte eine Dällikerin.

Finanzplan ist fehlerhaft

Bemängelt wurde ebenso der – wie ihn ein Votant nannte «stark fehlerhafte» – Finanzplan. «Ich stelle fest, dass auf der Gemeinde das Know-how fehlt, um einen guten Finanzplan zu erstellen», sagte er und stellte gleich den Antrag, einen Posten aus dem Budget zu streichen und dafür 100'000 Franken für einen Finanzberater aufzunehmen. Dieser Antrag wurde aber mit nur 12 Ja-Stimmen abgelehnt.

René Bitterli gab gewisse Fehler im Finanzplan zu und versprach, nächstes Jahr eine bessere Version zu präsentieren. Er betonte auch mehrmals, dass er keine Angst von einer massiven Verschuldung habe, und sich die Gemeinde die Steuersenkung sehr wohl leisten könne. Nach etlichen weiteren Wortmeldungen mussten die Anwesenden zwischen dem Antrag aus dem Saal,den Steuerfuss bei 86 Prozent zu belassen, und dem ursprünglichen des Gemeinderats wählen. Sie entschieden sich schliesslich mit 44 zu 37 Stimmen gegen den Gemeinderat.

Im Budget steht dank des gleichbleibenden Steuerfuss somit ein Plus von gut 356'000 Franken. Weil die Sekundarschule Regensdorf-Buchs-Dällikon ihrerseits den Steuerfuss am Vortag um 1 Prozentpunkt tiefer festgesetzt hatte, sinkt der Gesamtsteuerfuss der Gemeinde Dällikon dennoch von 109 auf 108 Prozent.

Baurecht bis ins Jahr 2069

Innert weniger Minuten winkten die Anwesenden das zweite Traktandum des Abends durch: die Änderung und vorzeitige Verlängerung des Baurechtsvertrags mit der Rex-Royal AG. Die auf Kaffeemaschinen spezialisierte Firma kann somit bis Ende 2069 an der Industriestrasse bleiben und spült neu jährlich knapp 128'500 Franken an Baurechtszins in die Gemeindekasse.

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