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«Das Kartellrecht muss angepasst werden»

Unterländer Nationalratskandidaten und -kandidatinnen stehen dem «ZU» Red und Antwort. Heute stellt sich Daniel Frei (SP) aus Niederhasli unseren Fragen.

Daniel Frei (SP) aus Niederhasli will in den Nationalrat.
Daniel Frei (SP) aus Niederhasli will in den Nationalrat.
pd

Wie soll sich der Flughafen Zürich-Kloten entwickeln? Sind die Pistenverlängerungen nötig? Wie kann der Fluglärm gerecht verteilt werden?

Daniel Frei: Der Flughafen ist volkswirtschaftlich wichtig, er muss sich jedoch an den Zürcher und Schweizer Interessen orientieren und nicht einer internationalen Wachstumsstrategie frönen. Der Fluglärm muss verteilt werden, soweit dies aus Sicherheitsgründen möglich ist; auch die Stadt Zürich, die Goldküste und Südbaden müssen Lasten übernehmen – sie profitieren ebenso vom Flughafen. Pistenverlängerungen lehne ich ab, da sie unnötig sind.

Im Zürcher Unterland – besonders im Glattal – sind Verkehrsstaus inzwischen an der Tagesordnung. Wie kann das Problem gelöst werden?

Es braucht einen weiteren Kapazitätsausbau im öffentlichen Verkehr. Punktuell bin ich auch für Strassenausbauten im Sinne von Umfahrungen, um die Gemeinden zu entlasten (zum Beispiel Eglisau). Ansonsten gilt aber: Wer Strassen sät, erntet (mehr) Verkehr. Noch mehr Autoverkehr kann daher nicht das Ziel sein; es muss vielmehr über neue Formen der Mobilität nachgedacht werden (zum Beispiel Homeoffice, weniger Pendlerverkehr).

Der Schweizer Einkaufstourismus jenseits der deutschen Grenze schadet dem hiesigen Gewerbe. Wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Die Schweiz ist eine Hochpreisinsel. Hier muss angesetzt werden: Das Kartellrecht muss angepasst werden, Währungsgewinne müssen den Konsumenten weitergegeben werden, Parallelimporte müssen gefördert werden. Solange die Preisunterschiede so hoch sind, bleibt nur der Appell an die Bevölkerung, in der Schweiz einzukaufen und so Arbeitsplätze zu sichern.

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