Dielsdorf

Das neue Arbeitsumfeld stösst auf positives Echo

Das Angebot für Menschen mit Behinderung ist durch den Bezug des Honeywell Gebäudes erweitert worden. Die Stimmung ist gelöst bei den Vivendra-Mitarbeitenden, die dort arbeiten.

Die Mitarbeitenden fühlen sich wohl an den grosszügigen Arbeitsplätzen des neuen Zentrums am Honeywellplatz in Dielsdorf.

Die Mitarbeitenden fühlen sich wohl an den grosszügigen Arbeitsplätzen des neuen Zentrums am Honeywellplatz in Dielsdorf. Bild: Sibylle Meier

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Die Frauen und Männer sitzen im neuen Dielsdorfer Dienstleistungs- und Ausbildungszentrum (DLAZ) von Vivendra an Tischen und erledigen ihre Arbeit mit voller Konzentration, die ihnen aber leicht von der Hand geht. Eine Frau faltet einen Prospekt auf einen Viertel der ursprünglichen Grösse zusammen. Ein junger Mann sitzt an einer Maschine, mit der er Sparschäler bedruckt. Riesige Mengen dieses kleinen Küchenhelfers liegen auf den Tischen.

100000 Stück erhalten einen Aufdruck. Drei Mitarbeiter sind damit beschäftigt, immer drei Schäler mit verschiedenen Klingen zusammen in einen Karton zu packen. Danach werden die Sparschäler ausgeliefert. Im DLAZ werden aber auch T-Shirts und andere Textilien bedruckt, zum Beispiel für Sportvereine. Aber auch Glaswaren, Tassen und Kugelschreiber erhalten individuelle Sujets und Schriftzüge. «Unsere Stärke ist die Flexibilität. Wir können kurzfristig auf spezielle Kundenwünsche eingehen», sagt Urs Vetsch, Bereichsleiter Services und Eingliederung.

Platzreserven sind vorhanden

Weil der Mietvertrag für das Gebäude mit der Werkstatt in Oberweningen auslief, hat sich die Stiftung Vivendra nach neuen Räumlichkeiten umgesehen. «Wir sind an Kapazitätsgrenzen gestossen, und auch die Infrastruktur entsprach nicht mehr unseren Bedürfnissen», erklärt Vivendra-Geschäftsführerin Angela Grossmann. Mit einem ganzen Stockwerk auf der dritten Etage im Honeywell Gebäude in Dielsdorf habe man nun eine sehr gute Lösung gefunden.

Auf 2600 Quadratmetern inklusive Lager ist ein Dienstleistungs- und Ausbildungszentrum entstanden. Es gibt genügend Platz, um die Abteilungen Montage und Mechanik, Verpackung und Versand sowie die Druckerei am selben Ort unterzubringen. Vetsch ist seit der Eröffnung des neuen Standorts von Vivendra für diesen Betrieb zuständig. Vorher war er rund 17 Jahre lang Geschäftsführer verschiedener Warenhäuser. «Zwar habe ich auch bisher mit Menschen und Produkten zu tun gehabt, doch die Aufgaben hier sind trotzdem eine Herausforderung», sagt er. «Alles ist neu, auch für die Mitarbeitenden, die sich an die Umgebung gewöhnen müssen.»

Es herrsche in allen Abteilungen eine Art Aufbruchstimmung, und es sei spannend, die Entwicklung weiterzuverfolgen. Vivendra kann auf verschiedene Auftraggeber sowohl aus der näheren Umgebung als auch von weiter weg zählen.

Für die Zukunft bestens gerüstet

Im Moment sind die meisten Mitarbeitenden mit dem Falten und Verpacken von Unterlagen für die Wahlen und Abstimmungen vom 24. März beschäftigt. «Dieser Auftrag muss innerhalb relativ kurzer Zeit erledigt sein», sagt Vetsch. «Deshalb helfen alle Abteilungen mit.» Dank der grosszügigen Platzverhältnisse können wir uns optimal weiterentwickeln und sind in der Lage, zusätzliche Aufträge anzunehmen.» Ihm ist wichtig, mit den Produkten und den Dienstleistungen auf dem Markt bestehen zu können und konkurrenzfähig zu sein.

Laura del Olmo kann gut mit der Duckmaschine für T-Shirts umgehen

Im Zentrum am Honeywellplatz werden gegenwärtig 55 Frauen und Männer beschäftigt. 6 davon sind Auszubildende. Christoph Notz ist Jobcoach und begleitet die Jugendlichen auf ihrem Weg ins Berufsleben. Dazu gehören auch Gespräche über Wünsche und Fähigkeiten sowie die Suche nach einer Anschlusslösung. «Wir streben, wenn immer möglich, eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt an», sagt Notz.

Kürzlich hat das DLAZ einen Tag der offenen Tür organisiert. «Rund 350 Besucherinnen und Besucher haben sich bei uns umgesehen», sagt Grossmann. Zum einen waren das Angehörige der Klientinnen und Klienten von Vivendra. Aber auch Kunden, Gewerbetreibende und Privatpersonen interessierten sich für das neue Zentrum, wo die Fäden der verschiedenen Dienstleistungsangebote von Vivendra zusammenlaufen.

Erstellt: 06.02.2019, 15:29 Uhr

Stiftung Vivendra

Die Stiftung Vivendra bietet Lern-, Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Dazu gehören geschützte Beschäftigungs-, Arbeits- und Aus-
bildungsplätze. Ziel des Arbeitsprozesses ist es, behinderten Menschen eine Beschäftigung zu bieten, die ihren individuellen Fähigkeiten angepasst ist. In Einzelfällen begleitet sie ein Job Coach auf dem Weg zu einem möglichen Eintritt ins Berufsleben ausserhalb der Stiftung.

Alle Infos auf www.vivendra.ch.

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