Oberweningen

Der Name «Chlupfegg» setzt sich gegen rund 40 weitere Vorschläge durch

Die Gewinnerin des Namenswettbewerbs für das Projekt Begegnungszentrum erhielt Gutscheine und Blumen.

Richard Ilg und Melissa Hösli (rechts) gratulieren der Gewinnerin Pili Schiesser.

Richard Ilg und Melissa Hösli (rechts) gratulieren der Gewinnerin Pili Schiesser. Bild: Sibylle Meier

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Fast hätte Pili Schiesser den Termin verpasst. Am 12. Juli abends warf sie den Talon mit ihrem Namensvorschlag für das Projekt Begegnungszentrum beim Gemeindehaus in den Briefkasten. «Die Verwaltung hatte schon geschlossen», sagt sie lachend.

Dass ihr Vorschlag das Rennen macht, hätte sie nicht gedacht. «Das Begegnungszentrum soll bei der Chlupfwiesstrasse an der Ecke entstehen. Deshalb kam mir der Name Chlupfegg spontan in den Sinn.» Weil diese Bezeichnung für sie sofort klar war, dachte sie, dass viele andere ebenfalls auf diese Idee kommen. Ihr Vorschlag war jedoch einmalig. Einzig «Chlupfeck» als hochdeutsche Version war noch eingereicht worden.

Mundartausdruck wirkt sympathisch

Der Oberweninger Gemeindepräsident Richard Ilg und seine Ratskolleginnen und -kollegen haben sich einstimmig für den Vorschlag von Pili Schiesser entschieden. «Der Mundart-Name wirkt sympathisch. Er hat uns auf Anhieb gefallen», sagte Ilg bei der Preisübergabe am Montagabend.

Er überreichte der Gewinnerin einen Blumenstrauss, und von Vizepräsidentin Melissa Hösli gab es ein Couvert mit Einkaufsgutscheinen vom Volg. Pili Schiesser freute sich sehr über das Geschenk, vor allem auch, weil sie nie und nimmer damit gerechnet hatte, Siegerin dieses Wettbewerbs zu werden.

«Der Name hat uns auf Anhieb gefallen.»Richard Ilg
Gemeindepräsident
Oberweningen

Ilg hatte auf mehr kreativen Ideen gehofft. Doch einige Namen seien englische Zungenbrecher gewesen und deshalb für ein Begegnungszentrum in Oberweningen nicht geeignet. Pili Schiesser hatte darauf geachtet, dass sich der Name problemlos aussprechen lässt. «Es macht keinen Sinn, wenn man ein Versli aufsagen muss, bis man den Ort genannt hat.»

Rund 40 Personen hatten sich am Wettbewerb beteiligt. In der Juni-Ausgabe des Mitteilungsblatts «Infos aus dem Wehntal» war der Wettbewerb für einen Namen für das Projekt «Wohnen und Begegnen» ausgeschrieben worden. Später wurde zudem ein Flyer in alle Haushaltungen verteilt.

Über Begegnungszentrum abstimmen

Noch ist die Überbauung Chlupf-gg ein Projekt, über das der Gemeinderat das Volk entscheiden lässt. Am 12. September findet eine ausserordentliche Gemeindeversammlung statt, an der über das Begegnungszentrum mit Wohnungen und einem Café abgestimmt wird.

Gemäss Ilg ist an der Zukunftskonferenz im Zusammenhang mit den Bestrebungen für eine Fusion der vier Wehntalgemeinden mehrmals der Wunsch nach einem solchen Zentrum geäussert worden. «Mit dem Projektvorschlag wollen wir diesem Wunsch Rechnung tragen», sagt der Gemeindepräsident.

In der Zwischenzeit hat sich eine Interessengemeinschaft (IG) gebildet, die sich gegen das Projekt stellt (der ZU berichtete). Die Mitglieder dieser IG sind überzeugt, dass in der Gemeinde für ein solches Zentrum kein Bedürfnis besteht.

Erstellt: 24.07.2019, 08:57 Uhr

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