Zürich

«Der schönste See im Kanton Zürich»

Für die Menschen aus der Umgebung, sei es aus dem Furttal, aus Rümlang oder der Stadt Zürich ist der Katzensee ein wichtiges Naherholungsgebiet. Ein Augenschein vor Ort.

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Bereits am Vormittag ist der Parkplatz voll und die Seebadi gut besucht. Während es sich viele der älteren Gäste links vom Eingang gemütlich gemacht haben, oder sich im Wasser abkühlen, plantschen Familien mit Kindern im Wasser, oder scharen sich um die Feuerstellen. «Wir grillieren hier Landjäger. Wenn man das einmal probiert hat, kann man nicht mehr damit aufhören» schwärmt Nicole Gugerli aus Zürich. Sie ist mit ihren Kindern und ihren Schwestern und deren Nachwuchs am Katzensee. «Es ist für uns alle nahe. Ich wohne in Affoltern, eine meiner Schwestern wohnt in Würenlos und die andere in Regensdorf», erklärt sie. «Es ist ein friedlicher Ort, an dem man gut grillieren und baden kann und der mitten in der Natur ist», ergänzt ihre Schwester Nadine Andreacchio.

Nur ein paar Schritte entfernt versuchen sich drei Kinder aus Buchs im Schnorcheln. Die Zwillinge Nicola und Giulia Looser und Raul Gonzalez haben viel Spass am Plantschen im See. «Ich habe vor allem Sand und Steine gefunden», sagt die siebenjährige Giulia.

Es hat sich viel verändert

«Es ist der schönste See in Europa» sagt Heinrich Schiesser aus Zürich. «Na gut, vielleicht ist das übertrieben, aber bestimmt der schönste See im Kanton Zürich», relativiert der langjährige Gast. Schiesser besucht den Katzensee seit rund 20 Jahren. «Es hat sich in dieser Zeit viel verändert, besonders der Anstand und der Respekt der Badegäste», klagt Schiesser. «Viele halten sich einfach nicht mehr an die Vorschriften, stellen überall Grills auf, nehmen ihre Hunde mit und wollen mit Gummibooten aufs Wasser», fügt der Zürcher Werner Schwendimann an. «Es ist aber immer noch schön hier, vor allem weil der See und die Umgebung naturbelassen sind. Ich bin sogar schon mit Schlangen geschwommen», berichtet Schwendimann. Als sich die beiden älteren Herren ins Wasser verabschieden, kreuzen Alex Müller und Tobias Wahl aus Affoltern auf. Die ETH-Studenten wohnen in der Nähe des Katzensees und gönnen sich eine Pause: «Eigentlich sollten wir am Lernen sein», verraten sie.

Zwei Notfälle an einem Tag

Roman Lepori, Bademeister der Stadt Zürich, arbeitet bereits die dritte Saison im Seebad Katzensee. «Es ist ein sehr angenehmer Arbeitsort. Das Publikum ist entspannt und man ist mitten im einzigen Naturschutzgebiet der Stadt Zürich», schwärmt Lepori. Trotzdem läuft nicht immer alles so reibungslos ab: «Letzten Sonntag hatten wir zwei Notfälle, bei denen wir lebensrette Massnahmen ergreifen mussten. Das ist sehr aussergewöhnlich. Es ist aber zum Glück alles gut ausgegangen», erzählt der Bademeister.

Erstellt: 22.07.2015, 16:31 Uhr

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