Regensdorf

Der Schwingsport findet neues Publikum im Furttal

Der Schweizer Nationalsport erlebte am kantonalen Schwingfest mit 6500 Besucherinnen und Besuchern einen Höhenflug. Dabei war das Rundherum in Regensdorf genauso wichtig wie das Sportliche.

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«Ich freue mich, im Kanton Zürich an so einem urchigen Anlass zu sein», eröffnete Bundesrat Ueli Maurer (SVP) seine Rede am Begrüssungsapéro. Maurer erinnerte sich an sein erstes Schwingfest vor knapp 50 Jahren, das er mit seinem Götti besucht hatte: «Damals waren alte, zigarrenrauchende Herren mit Hosenträgern im Publikum. Das ist heute nicht mehr so. Doch nicht nur die Gäste haben sich verändert, auch der Sport ist seither dynamischer geworden.» Diese Entwicklung war gestern auf dem Pächterriedareal in Watt deutlich zu sehen: Unter den Zuschauerinnen und Zuschauern waren von Familien mit Kindern über Jugendliche bis zu den älteren Semestern in traditionellen Trachtenhemden alle vor Ort. Maurer, der regelmässiger Gast auf Schwingfesten ist, betonte auch, dass es am Event darum gehe, sich auf die Schweizer Identität und Wurzeln zu besinnen.

Neben Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP), Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) und vielen weiteren Personen aus der lokalen, regionalen und nationalen Politik war auch Nationalrätin Jacqueline Badran (SP) unter den geladenen Gästen. Sie war das erste Mal an einem Schwingfest, fand den Sport aber etwas langweilig: «Beim Skifahren und Basketball gibt es mehr Action.» Doch als Politikerin sei es ihr Job, sich auch für das zu interessieren, was das Volk begeistert. Und – obwohl Badran seit20 Jahren Edelweisshemden in unterschiedlichen Farben besitzt, zog sie keines davon an: «Sonst würde es nur heissen: ‹Die Badran biedert sich jetzt bei der SVP an›», scherzte sie.

Premierenbesucher

Badran war nicht die Einzige, die am Wochenende zum ersten Mal ein Schwinget besuchte. Auch für Zuschauerin Conni Gründler war das Fest in Regensdorf eine Premiere: «Ich wollte einmal live sehen, was es mit diesem Sport auf sich hat», erklärte die Buchserin. «Ich kann mir gut vorstellen, bald wieder an ein Schwingfest zu gehen», berichtete ihr Ehemann Manuel Gründler. Nicht nur zum Vergnügen in Regensdorf waren Marcel und Samuel Meier aus Weiach. Die beiden Brüder sitzen im OK für das kantonale Schwingfest 2017, das in Weiach stattfinden wird. Gestern hatten sie die Möglichkeit, sich zu informieren. «Wir holen uns Tipps für Weiach, sind aber auch aus privatem Interesse hier», sagte Samuel Meier. «Uns gefällt dieser gmögige Anlass sehr», stimmte ihm sein Bruder Marcel zu. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.05.2016, 22:51 Uhr

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