Schleinikon

Der Verkehr bereitet sorgen

Nach einer speditiven Gemeindeversammlung nutzten die Stimmberechtigten die Gelegenheit für Fragen und Anregungen.

Demnächst stehen Strassensanierungen an, auch deshalb kommen in den nächsten Jahren hohe Kosten auf die Gemeinde zu (Symbolbild).

Demnächst stehen Strassensanierungen an, auch deshalb kommen in den nächsten Jahren hohe Kosten auf die Gemeinde zu (Symbolbild). Bild: Keystone

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Das Budget 2020 für Schleinikon sieht bei einem Aufwand von rund 3,3 Millionen Franken und einem Ertrag von 3,2 Millionen Franken ein Defizit von knapp 80'000 Franken vor. Der Steuerfuss bleibt vorerst bei 45 Prozent. Die 49 anwesenden Stimmberechtigten (6,7 Prozent) nahmen das Budget an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch einstimmig an. Auch die Kreditabrechnung Talweg mit einer Unterschreitung von fast 115'000 Franken genehmigten sie einstimmig.

Weitere Sanierungen

Finanzvorstand Christian Werder erläuterte anschliessend die Finanzplanung der Gemeinde bis 2024. Zu reden gaben vor allem die hohen Investitionen von rund 3 Millionen Franken, die zu einem grossen Teil für Strassensanierungen sowie die Erhaltung und den Ausbau von Infrastruktur fliessen. Werder erklärte, es sei nicht Aufgabe der Gemeinde, möglichst viel Vermögen anzuhäufen. Ein sorgfältiger Umgang mit den Finanzen gehöre jedoch zu den Pflichten des Gemeinderats.

«Eine Erhöhung des Steuerfusses im nächsten Jahre könnte deshalb nötig werden, um die anstehenden Ausgaben zu decken»Christian Werder, Finanzvorstand

«Eine Erhöhung des Steuerfusses im nächsten Jahre könnte deshalb nötig werden, um die anstehenden Ausgaben zu decken», sagte er. Dazu gehört etwa die Sanierung der Dorfstrasse im östlichen Teil bis zur Grenze zu Oberweningen. Tiefbauvorstand Daniel Hirt erklärte, dieser Strassenabschnitt sei am Ende seiner Nutzungsdauer. «Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder bauen wir eine neue Strasse, oder wir reinigen die entstandenen Risse und giessen sie aus», erklärte er. Noch gibt es kein spruchreifes Sanierungsprojekt.

Auch Parkieren ein Problem

Zahlreiche Wortmeldungen gab es im Zusammenhang mit der Verkehrssituation im Dorf. Dabei kam deutlich zum Ausdruck, dass die persönlichen Interessen eine grosse Rolle spielen. Sicherheitsvorständin und Gemeindepräsidentin Florina Böhler ist am Abklären, welche Möglichkeiten umsetzbar wären. «Das Thema ist sehr komplex», erklärte sie. «Ich bin mit verschiedenen Fachleuten im Gespräch, um herauszufinden, was für unsere Gemeinde die geeignetsten Massnahmen sind.» Die Vorschläge aus dem Publikum reichten von Tempo-30-Zonen, Schikanen einbauen über Rechtsvortritt aufheben bis zu Fahrverboten für den Durchgangsverkehr

Ein Votant plädierte für mehr Selbstverantwortung der Verkehrsteilnehmenden «vor allem im Bereich des Schulhauses». Zahlreiche Anwesende unterstützten diese Aussage, allen voran die Gemeindepräsidentin. Sie versicherte

Neben der Geschwindigkeit scheint auch das Parkieren ein Problem zu sein. In Schleinikon ist es immer noch möglich, ein Fahrzeug irgendwo auf der Strasse abzustellen, ausser in den Verbotszonen. Das passt nicht allen Leuten. Auch diesen Aspekt will Böhler in einem Verkehrskonzept für die Gemeinde berücksichtigen.

Erstellt: 05.12.2019, 16:08 Uhr

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