Buchs

Die Buchser brennen nach Flammkuchen

Viel Kunst im Dorf, ein umgebautes Schulhaus und einen Chilbi- und Standbetrieb: Das brauchts, um ein veritables, dreitägigs Dorffest aufleben zu lassen.

Auch die «dpd connect»-Figur von Oliver und Ceyline Eichenberger wurde prämiert.

Auch die «dpd connect»-Figur von Oliver und Ceyline Eichenberger wurde prämiert. Bild: Stephan Mark Stirnimann

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Die Buchserinnen und Buchser bewiesen am dreitägigen Dorffest drei Dinge: sie können für einen Kunstwettbewerb Oscar-mässige Jurykriterien aufbieten, einen ganzen Schulbetrieb während eines Umbaus aufrechterhalten und einen Flammkuchenstand belagern, bis die «flambierten Kuchen» beinahe ausgehen.

Sie waren nicht zu übersehen, die 30 temporären Neuzuzüger von Buchs. Von den Skulpturen ist hier die Rede und somit den Künstlern, die dem Wettbewerbsaufruf der Kulturkommission gefolgt waren. Die einen Figuren waren fast dominant als Cowboy stehend, die anderen etwas versteckt hinter einem Busch oder dann wieder prominent vor dem Coop. Und kein anderer als der Buchser Künstler John Tobler griff hier und dort den Amateurkünstlern unter die Arme, wie Jörg Signer kurz vor der Vergabe der Gewinner des Wettbewerbs am Sonntag bekannt gab. «Wow, wow und nochmals wow, sage ich zu all diesen verrückten und künstlerisch hochwertigen Einzelstücken», sagte er begeistert.

Leicht von der Oscar Verleihung abgeschaut hätten sie bei den Kriterien. So kam es nicht bloss zu einer Hauptgewinnerin oder einem Hauptgewinner, sondern gleich zu sieben Preisträgern, die neben einem Erinnerungsbüchlein, welches nun für 15 Franken auf der Gemeinde zu kaufen ist, auch je ein junges Buchsbäumchen erhielten. Darunter Oliver Eichenberger der für seine Skulptur «dpd connect» seine Tochter Ceyline als Modell engagiert hatte.

Der jüngste Gewinner war Claudio Ötiker, welcher mit der Figur «Ätna» nach anfänglichen Startschwierigkeiten einen ganz anderen tieferen Bezug zu Kunst bekam.

250 Ballone für 250 Gäste

Vor fünf Wochen wurde der Trakt 2 des Schulhauses Zihl eröffnet und daher bekam dessen Einweihung einen hohen Stellenwert am Buchser Dorffest. Wie der Zufall es wollte, liessen die Kinder exakt 250 Ballone in die Luft steigen, was genau der anwesenden Anzahl Gäste entsprach.

Neben den musikalischen Einlagen der Musikschule Regensdorf, zauberte sich der Bauarbeiterchor, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Primarschule, in die Herzen der Gäste. «Stein auf Stein, das Schulhaus soll bald fertig sein», sangen sie inbrünstig. Denn ihr Lied und Auftreten hatte einen Zusammenhang mit dem Umbau: eine Lehrperson hätte sich bei einem Baugerüst am Kopf verletzt und wollte anschliessend unbedingt ihr «Erlebnis» mit einem Lied kundtun.

Tischtennis im Unterdorf

Schulpflegepräsident und Gemeinderat Beat Vogt pries in seiner Rede vor allem die Geduld und Anpassungsfähigkeit der Schüler, denn die Arbeiten hätten auch den Kindern «einiges abverlangt».

Miriam Cano stand als Botschafterin des Tischtennisclubs Buchs in der Unterdorfstrasse und zog am Fest zwei Schlüsse: «Zum einen haben die Buchser ein gutes Ballgefühl, zum anderen brennen sie nach Flammkuchen». In der Tat hatte der Club alle Hände voll zu tun, den Nachschub der «flambieren Kuchen» sicherzustellen.

Weiter vorne warben der neugegründete Familienverein und der alteingesessene Natur- und Vogelschutzverein um neue Mitglieder. Wer bei letzteren keinen Mitgliederantrag ausfüllen wollte, konnte sich im Neophyten-Schiessen betätigen. Es galt, mit «gesunden einheimischen Äpfeln» möglichst viele «Neophytenbüchsen» zu treffen.

Ebenfalls im Unterdorf waren die drei besten Freundinnen Noemi, Johanna und Sarah anzutreffen. Gerade von der Schifflischaukel zurück, gönnten sie sich dort eine Verschnaufpause. Eine solche kriegt auch das Furttaler Dorf. Die nächste Chilbi findet in einem Jahr, das nächste Buchser Dorffest aber erst in zwei Jahren wieder statt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 25.09.2017, 16:51 Uhr

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