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Die Hochwacht soll ein Ausflugsort bleiben

Nun ist das Baugesuch für die Hochwacht-Sanierung eingereicht. Das Projekt sieht neue Säle für Anlässe vor.

Mit der Sanierung des Gasthauses Hochwacht wollen die Besitzerin Sibylle Hauser und die Architekten von Rutishauser Leibundgut den historischen Turm (Mittelteil des Hauptgebäudes) wieder freistellen.
Mit der Sanierung des Gasthauses Hochwacht wollen die Besitzerin Sibylle Hauser und die Architekten von Rutishauser Leibundgut den historischen Turm (Mittelteil des Hauptgebäudes) wieder freistellen.
pd

Bald soll die Hochwacht in neuem Glanz erstrahlen. Ein entsprechendes Baugesuch wurde bei der Gemeinde Boppelsen eingereicht, das Bauprojekt ist ausgesteckt. Das Projekt umfasse die Wiederinstandstellung des einst bewährten Konzeptes von Restaurant, Wirtewohnung sowie dem land- und forstwirtschaftlichem Nebenbetrieb. Ziel sei es, den schützenswerten Altbau hervorzuheben, den Gartensitzplatz mit Baumbestand zu stärken, sowie die Energieversorgung ganz auf Sonnenenergie abzustützen, wie Hochwacht-Besitzerin Sibylle Hauser mitteilt. Die Niederweninger Gemeinderätin und Unternehmerin hat die Hochwacht vor fast zwei Jahren erworben. Ihr Ziel ist es, den Ausflugsort wieder zum Blühen zu bringen.

Der Gastbetrieb auf 856 Metern Höhe blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1895 erbaute Fritz Hofer neben der einfachen Waldschenke von Daniel Romann das Restaurant «Zur Hohen Wacht». Doch das Gebäude ist nun in die Jahre gekommen. Seit September ist das Restaurant geschlossen. «Der bauliche Zustand ist schlecht und Beheizung, Strom und Wasserversorgung aufrecht zu erhalten ist kostspielig geworden», erklärt der Zürcher Architekt Johannes Leibundgut den Grund für die umfassende Sanierung..

Saal statt Seilbahnstation

Konkret sieht das Projekt den Abbruch der Seilbahnstation vor, die heute in den Gartensitzplatz hineinragt. Der alte Turm, der vor 124 Jahren noch freistand, soll dadurch wieder klar in Erscheinung treten und damit aufgewertet werden, erklärt Leibundgut. Rund um den Turm ist ein eingeschossiges Gebäude mit flachgeneigtem Satteldach geplant. Der Grossteil der Ersatzbauten ist als Holzkonstruktion angedacht.

An der bewährten Nutzung wollen Hauser und die Architekten von Rutishauser Leibundgut festhalten. Im grossen Saal, der gegen Süden gerichtet ist, soll weiterhin eine Wirtsstube für alle Wanderer, Schlittler und Sonnenhungrige zu Verfügung stehen. Geplant sind aber auch zwei neue Elemente. Zum einen soll die Hoferstube, die sich im Turmbau befindet, wieder den Besuchern zugänglich gemacht werden. Dabei handle es sich um die älteste Stube des Gebäudes. Der Raum besitzt einen Kachelofen, Wände und Decke sind komplett vertäfelt. «Es ist der Raum, der am meisten die Geschichte des Ortes ausstrahlt», erläutert Leibundgut. Neu soll man zum ersten Mal auch das Essen mit Blick auf das Wehntal geniessen dürfen. Auf der Nordseite des Turmes soll dazu eine Wehntalerstube in Betrieb genommen werden. Die Stube wird eine grosszügige Verglasung aufweisen und die exponierte Lage des Gebäudes auf dem steilen Grat erlebbar machen. «Bisher wurde das Wehntal nicht in den Betrieb miteinbezogen. Die ganze Organisation des Gebäudes richtete sich gegen Süden. Das soll sich nun ändern», sagt der Architekt.

Sowohl die Hoferstube wie auch die Wehntalerstube seien eher Anlässen vorbehalten. Eine Eventlocation soll die Hochwacht dennoch nicht werden. Eine starke Vermarktung als Ort für Kongresse und Hochzeiten sei nicht vorgesehen, sagt Leibundgut und weist zugleich auf das strikte Fahrverbot hin, das nach wie vor bestehen wird. Stattdessen wolle man an der Tradition des Gasthauses als Ausflugsort festhalten.

Kleintiere und Kiosk

Eine Aufwertung sollen auch die Nebengebäude erhalten. Zum einen ist da das Stall- und Garagengebäude. Wie früher, soll eine Kleintierhaltung im Stall vermehrt Familien anziehen. Im Norden steht mit der Waldschenke aus dem Jahre 1888 das älteste Haus. Diese ehemalige «Trinkhalle» soll an stark besuchten Wochenenden als Kiosk für die Gartenwirtschaft genutzt werden, an der man Speis und Trank beziehen kann und so die Küche im Hauptgebäude entlasten.

Die Bewilligung für das Projekt hofft Johannes Leibundgut in vier Monaten zu erhalten. «Unser Ziel ist es, Ende dieses Jahres mit dem Bau anzufangen, so dass wir im Herbst 2018 eröffnen können.»

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