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Die Jungfeuerwehr zeigt, was sie gerlent hat

An der Bezirksübung der Jugendfeuerwehr zeigten siebzehn Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren was sie schon gelernt haben. Aktivmitglieder der Jugendfeuerwehr leisten einen bedeutenden Beitrag im Dienste der Gesellschaft.

Die Nachwuchsfeuerwehrleute Mischa Schmid, Dario Salamone, Alessandra Baltisser und Flavio Brunero (von links) liessen auch bei filigranen Übungen die Konzentration nicht vermissen.
Die Nachwuchsfeuerwehrleute Mischa Schmid, Dario Salamone, Alessandra Baltisser und Flavio Brunero (von links) liessen auch bei filigranen Übungen die Konzentration nicht vermissen.
Francisco Carrascosa

Die erste Geschicklichkeitsübung erforderte von den Jugendlichen viel Fingerspitzengefühl. Voll konzentriert versuchte der 16-jährige Alessio Gambino aus Rümlang mit dem hydraulischen Spreizer ein gekochtes Hühnerei in die Zange zu nehmen und dieses in einen Behälter zu legen. Nicht alles gelang der sechsköpfigen Gruppe einwandfrei. So bekam unter anderem das gekochte Ei einige Risse ab.

Filigrane Arbeit mit schwerem Gerät

Dennoch war Manuel Denzler, Betreuer der Jugendfeuerwehr, mit der Leistung der Teenager zufrieden, hielten doch einige zum ersten Mal das Gerät in den Händen. «Hier kommt es darauf an, mit dem schweren Spreizer filigrane Arbeit zu leisten», erklärte er. Mit dem Spreizer und anderen hydraulischen Geräten werden beispielsweise verletzte Menschen bei einem Autounfall geborgen. «Da kommt es auf eine ruhige Hand und Zentimeter genauen Einsatz an.» Nach der Geschicklichkeitsübung erläuterte Denzler die Stärken und Schwachpunkte jedes Jugendlichen.

Alessio Gambino zeigte bei der Aufgabe eine ruhige Hand. «Die Geschicklichkeitsübung war herausfordernd, aber am meisten freue ich mich auf den Einsatz mit dem Feuerwehrauto und in der Personenrettung», sagte der Sekundarschüler.

Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war der Besuch seiner Eltern. «Dass sie heute vorbei schauen und sehen was ich in der Feuerwehr lerne, freut mich ganz besonders», sagte der 16-Jährige nicht ohne Stolz.

Die dritte Übung war für die Teilnehmenden sowie die Zuschauer die spektakulärste: Aus der Tiefgarage im Gemeindehaus drang Rauch. Im Nu, kam das Feuerwehrauto angebraust und sechs Jugendliche in Feuerwehrausrüstung sprangen heraus. In der Schutzausrüstung drangen vier Feuerwehrleute in die verrauchte Garage und wurden schnell fündig. Eine vermisste Person lag am Boden, Sofort legten die Retter den verletzten Figuranten fachgerecht auf die Rettungsbahre und bargen ihn. Der Rauch war in diesem Falle harmlos, wie der Einsatzleiter versicherte.

Ein Lernprozess für das ganze Leben

Die Jugendfeuerwehr des Bezirks Dielsdorf führte diese Übung am vergangenen Samstagnachmittag durch. Dabei beteiligten sich siebzehn Burschen und Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Unter den Zuschauern befand sich der kantonale Präsident des schweizerischen Feuerwehrverbandes, Christian Meier aus Oberhasli. Der Mann mit 40 Jahren Feuerwehrerfahrung verfolgte das Geschehen aufmerksam. «Wenn ich Zeit habe, besuche ich gerne solche Veranstaltungen und schaue, wie das Wissen von einer Generation an die nächste vermittelt wird», sagte er. «Die Übungen sind mit Aufwand aufgebaut und die jungen Leute machen aktiv mit», stellte er erfreut fest. «Auch die Betreuer und Übungsleiter sind mit viel Herz dabei.»

Nebst den praktischen Übungen lernen die Jugendlichen auch umfassende Theorie. Guido Buchli aus Rümlang, Kommandant der Jugendfeuerwehr Bezirk Dielsdorf, war verantwortlich für die Bezirksübung. «Die Jugendlichen liessen sich trotz der vielen Zuschauer nicht aus der Konzentration bringen und sie waren voll motiviert im Einsatz,» zeigte er sich zufrieden. «Das Engagement in der Feuerwehr ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung», hielt er fest, «das Wissen und die Fähigkeiten, die sie in der Jugendfeuerwehr erwerben sind das ganze Leben lang in vielen Bereichen hilfreich.»

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