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Die Kosten für Soziale Wohlfahrt steigen auch in Hüttikon

Die Jahresrechnung der Gemeinde Hüttikon schloss mit einem relativ grossen Minus. Dennoch sagten alle an der Gemeindeversammlung anwesenden Hüttiker Ja zum Geschäft. Auch drei Bauabrechnungen genehmigten sie einstimmig.

Der Gemeinderat von Hüttikon hat das volle Vertrauen der Bürger: Alle Geschäfte bekamen an der Gemeindeversammlung ein einstimmiges Ja.
Der Gemeinderat von Hüttikon hat das volle Vertrauen der Bürger: Alle Geschäfte bekamen an der Gemeindeversammlung ein einstimmiges Ja.
mcp

Die 26 Hüttikerinnen und Hüttiker, die am Dienstagabend im Schulhaus Rotflue die Gemeindeversammlung besucht hatten, sprachen dem Gemeinderat ihr Vertrauen aus. Sie sagten einstimmig Ja zu allen Geschäften, sodass Gemeindepräsident Markus Imhof die Versammlung nach einer dreiviertel Stunde für geschlossen erklären konnte. Die Stimmbeteiligung lag bei 4,4 Prozent.

Finanzvorstand Beatrice Derrrer stellte die Jahresrechnung 2016 der Politischen Gemeinde Hüttikon vor. Die Rechnung weist ein Minus von 165 000 Franken aus, bei einem Aufwand von knapp 2,7 Millionen und einem Ertrag von etwas mehr als 2,5 Millionen. Als Hauptgrund für das relativ grosse Minus nannte Derrer die gestiegenen Kosten für die soziale Wohlfahrt.

So musste zum Beispiel ein Kind in einer Sonderschule platziert werden, was bedeutet: Die Gemeinde muss die Hälfte der Kosten übernehmen. Auch seien die Ausgaben für die Zusatzleistungen zur AHV und IV doppelt so hoch ausgefallen wie im Voranschlag 2016 angenommen. Mehr Freude zeigte Derrer an den weiterhin steigenden Steuereinnahmen, die mehr Geld in die Gemeindekasse spülten als erwartet. «Die Steuereinahmen sind schwierig abzuschätzen, deshalb haben wir vorsichtig budgetiert.»

Aufgrund der gesunden finanziellen Lage der Gemeinde könne man den unerwartet hohen Aufwandüberschuss verantworten, bilanzierte die Gemeinderätin. «Doch wir hoffen, dass die Kosten für die soziale Wohlfahrt wieder sinken, was in der aktuellen Lage sehr schwierig erscheint.»

Bauprojekte kosteten weniger als erwartet

Nachdem die Stimmberechtigten die Jahresrechnung 2016 genehmigt hatten, übergab Gemeindepräsident Markus Imhof das Wort an Werkvorstand Thomas Lüssi. Dieser stellte drei Bauabrechnungen vor, die die Versammlung ebenfalls einstimmig genehmigte. Für die Bauabrechnungen erhielt Thomas Lüssi gar Applaus, denn alle drei Projekte kosteten die Gemeinde bedeutend weniger als angenommen.

Die Erneuerung der Wasserleitung unter der Zürcherstrasse war das grösste Bauprojekt: Im 2014 bewilligte die Gemeindeversammlung dafür einen Kredit von rund 600 000 Franken. Die Wasserleitungen wurden aber erst ersetzt, als der Kanton die Strasse erneuerte. Somit konnte die Gemeinde knapp 157 000 Franken sparen. «Wir sind sehr schlank durchgekommen bei dem doch grossen Bauwerk», stellte Lüssi fest.

Dasselbe Bild zeigte sich bei der Bauabrechnung für die Sanierung der Oetwilerstrasse. Die Gemeindeversammlung bewilligte im 2015 einen Kredit von 350 000 Franken, benötigt wurden aber nur rund 270 000 Franken. Auch die Bauabrechung des Parkplatzes an der Poststrasse im Dorfzentrum verzeichnet eine Kostenunterschreitung von 24 000 Franken. Die Gemeindeversammlung genehmigte hierfür im 2014 einen Kredit von 157 000 Franken, die Neugestaltung des Parkplatzes kostete schlussendlich aber nur 133 000 Franken.

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