Zum Hauptinhalt springen

Die Regionalkonferenz mischt sich nicht ein

Die Regionalkonferenz Nördlich Lägern hat ihre Arbeit am Wochenende wieder aufgenommen.

Der Kreis zeigt das Gebiet Nördlich Lägern.
Der Kreis zeigt das Gebiet Nördlich Lägern.
Grafik ZU

Die Regionalkonferenz Nördlich Lägern hat am Samstag in Niederweningen eine eigentlich abgeschlossen geglaubte Arbeit wieder aufgenommen. Dies wurde nötig, nachdem das Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi Ende 2016 darüber informierte, dass das zurückgestellte Gebiet Nördlich Lägern weiterhin für den Bau eines Tiefenlagers für radioaktive Abfälle untersucht werden soll. Es gebe für das Ensi keine eindeutigen Nachteile im Hinblick auf die Sicherheit zum Bau eines Tiefenlagers.

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) stellte das Gebiet Nördlich Lägern im Januar 2015 aus anderen Überlegungen zurück. So lägen die optimalen Opalinustonschichten im Vergleich zu den beiden empfohlenen Regionen Zürich Nordost und Juro Ost zu tief, begründete die Nagra. Das Ensi meinte dazu, dass die Datengrundlage dafür noch nicht ausreichend sei und es weitere Untersuchungen brauche.

Bittere Pille schlucken

Am Samstag wurden die Mitglieder der Regionalkonferenz Nördlich Lägern von Experten des Ensi und der Nagra über die unterschiedlichen Einschätzungen informiert.

Der Präsident der Regionalkonferenz, Hanspeter Lienhart, hat sich mit der neuen Situation abgefunden: «Die bittere Pille, dass unsere Region weiterhin als möglicher Standort infrage kommt, müssen wir schlucken.» In den Streit zwischen den Experten wolle man sich aber nicht einmischen, sagte Lienhart. «Das ist nicht unserer Aufgabe».

Bei den über 100 Konferenzmitgliedern konnte Lienhart nach dem Ensi-Entscheid keine grosse Demotivation feststellen. Die Regionalkonferenz wird den Findungsprozess bis zum Abschluss weiterhin begleiten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch