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Die Vielfalt macht den Koffermarkt aus

Neu sind sie nicht die Koffermärkte. Zum ersten Mal aber fand am Sonntag ein solcher in der Mehrzweckhalle Schmittenwis statt.

Franco und Graziella Vecchio hoffen, dereinst von ihrer Likörproduktion leben zu können. Im Moment werden die Schnäpse noch in der heimischen Küche in Rümlang hergestellt.
Franco und Graziella Vecchio hoffen, dereinst von ihrer Likörproduktion leben zu können. Im Moment werden die Schnäpse noch in der heimischen Küche in Rümlang hergestellt.
Francisco Carrascosa

Viel Schmuck, viel Genähtes, Gestricktes oder Gefilztes. Selbstgebastelte Karten aller Art und vieles mehr, was in und neben einem Koffer Platz hat, wurde am 1. Koffermarkt im Wehntal gezeigt und verkauft. 60 Aussteller – vornehmlich Ausstellerinnen – fanden Platz in der Halle des Schulhauses Schmittenwis. «Bewerbungen hatte ich einige mehr. Da der Platz aber beschränkt ist, musste ich eine Auswahl treffen», erzählte Organisatorin Jacqueline Plöntzke. Dabei achtete sie nach eigenen Angaben auf Qualität und Orginalität.

Beruf oder Berufung?

Gleich beim Eingang warteten auch Marlies und Pius Dubach aus Merenschwand auf Kundschaft. Die beiden spezialisieren sich auf kunstvoll gestalteten Silberschmuck. Auf die Frage was sich am besten verkauft, antwortete Pius Dubach; «Ein Dauerbrenner sind Silberfedern. Ob als Ohrstecker oder als Anhänger.» Der Schmuck, den die zwei verkaufen, hat längst den Standart von Profis erreicht. Mit Absicht, soll doch aus dem Hobby vielleicht einmal ein Beruf werden.

Dafür sind die Dubachs in der ganzen Schweiz unterwegs mit ihrem Koffer. Damit waren sie als Aussteller nicht alleine. Der erste Niederweninger Koffermarkt hatte sich in der Szene schnell herumgesprochen. Veranstalterin Jacqueline Plöntzke war zufrieden. Rund 3000 Franken investierte sie in Werbung. Überhaupt, es war erstaunlich, was in Küchen, Kellern oder Hobbyräumen so alles entstand. Teilweise erreichte das auch in Niederweningen Gezeigte ein hohes Niveau.

Recycling und Fruchtiges

Nicht schlecht staunten die zahlreichen Besucher beispielsweise über Susanna Binders Metallschmuck und Handtaschen aus recyclierten Nespressokapseln. Kleine Kunstwerke, die es auch zu kaufen gab. Oder über die grosse Auswahl von selbstgemachten Likören am Stand – pardon aus dem Koffer – von Franco und Graziella Vecchio. Was als Schnapsidee begann, mausert sich allmählich zum gepflegten Angebot.

Ein Selbstversuch zeigte, die feilgebotenen Getränke waren köstlich. «Vielleicht wird daraus tatsächlich später ein Geschäft», hoffte Graziella Vecchio. Noch aber entstehen die hochwertigen Liköre in den Geschmacksrichtungen, Limoncello, Vecchio Marnier, Nutellino oder Aperi Wine in der heimischen Küche in Rümlang. So wie vieles andere Gezeigte an diesem Sonntag.

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