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Diese Wahl interessiert und macht neugierig

Im Vorfeld der Otelfinger Gemeinderatswahlen gab es Turbulenzen. Nach neuen Nominationen können alle Sitze besetzt werden. Für das Präsidium bewerben sich nun sogar drei Personen. Das machte das Wahlpodium spannend.

Die Kandidierenden für den Otelfinger Gemeinderat: Franz Strub (parteilos, von links), Marco Ackermann (SVP), Reto Dürler (SVP), Barbara Schaffner (GLP), Michael Kindt (FDP) und Urs Scheidegger (FDP).
Die Kandidierenden für den Otelfinger Gemeinderat: Franz Strub (parteilos, von links), Marco Ackermann (SVP), Reto Dürler (SVP), Barbara Schaffner (GLP), Michael Kindt (FDP) und Urs Scheidegger (FDP).
Leo Wyden

Jetzt herrscht in Otelfingen Klarheit in Sachen Gemeinderatswahlen vom 15. April. Nachdem zwei Personen ihre Kandidaturen zurückgezogen haben, schickt die FDP Michael Kindt und die SVP Reto Dürler in den Wahlkampf. Es bleiben also sechs Anwärter auf fünf Sitze. Der Schulpflegepräsident wird neu als sechstes Mitglied Einsitz in den Gemeinderat nehmen. Nur zwei Gemeinderäte, Urs Scheidegger (FDP) und Franz Strub (parteilos), nehmen als Bisherige an der Wahl teil. Für das Amt des Ratspräsidiums bewerben sich drei Personen.

Besondere Ausgangslage

Dass sich drei Personen ohne ­Gemeinderatserfahrung um das Präsidium bewerben, ist bemerkenswert. Es sind dies Barbara Schaffner (GLP), Michael Kindt (FDP) und Reto Dürler (SVP). Am Samstagmorgen stellten sich alle Kandidaten im Restaurant Höfli vor. Über 70 Personen füllten den Saal, rund die Hälfte davon Frauen.

Moderator Ferdinand Kunz aus Regensdorf – er ist parteilos und hat kein politisches Amt inne – leitete die von Kantonsrat Jürg Sulser organisierte Präsentation. In einer ersten Runde stellten sich die Kandidierenden mit einem Durchschnittsalter von50 Jahren selber vor.

Franz Strub, von Beruf Kantonspolizist, lebt seit vielen Jahren in Otelfingen und möchte im Dorf Jung und Alt zusammenbringen. Barbara Schaffner, Physikerin und Kantonsrätin, will sich für ein lebendiges Zentrum und für gesunde Finanzen ein­setzen. Urs Scheidegger, CS-Risikomanager, sieht bei der Bau- und Zonenordnung Handlungsbedarf. Michael Kindt, Berufsschullehrer und langjähriges Mitglied in der RPK, möchte ­keine Wahlversprechen abgeben. Für Reto Dürler – er arbeitet in Kloten in der Privatwirtschaft – haben gesunde Finanzen Prio­rität. Marco Ackermann, Polizist, fordert: «Der Steuerfuss darf nicht steigen.»

Der Moderator stellte anschliessend Fragen. Schwerpunktthemen waren Verkehr, ­Finanzen und Lebensqualität. Strub: «Unterhalt ist nicht auf später zu verschieben, um kurzfristig zu sparen.» Schaffner: «In der Industrie muss ein Gesamtkonzept erarbeitet werden, Forschung und Entwicklung müssen angesiedelt werden.» Scheidegger: «Die Gemeinde besitzt Landreserven, um Alterswohnungen zu erstellen.» Kindt: «Gegen das Lädelisterben und für den ­Erhalt der Poststelle braucht es mehr Parkplätze.» Dürler hat sich schon in seiner Jugend politisch engagiert und ist jetzt bereit, ein Amt zu übernehmen. Ackermann sieht keinen Bedarf für einen Zusammenschluss von Gemeinden im Furttal, plädiert aber für eine intensivere Zusammenarbeit.

Lebhafte Fragerunde

Das Publikum nutzte die Fragerunde intensiv. Es befragte die Kandidaten beispielsweise zum Zusammenbringen der Gene­rationen im Dorf, zum Stau im Morgenverkehr, zur Möglichkeit einer Untertunnelung von Otelfingen oder zu anderen Verkehrsproblemen. Der Anlass fand gute Aufnahme. Eine Besucherin schätzte es, die Kandidaten persönlich kennen zu lernen. Gelobt wurde der lebhafte Ablauf und dass es keine abgesprochenen Fragen gab. Simone Weyermann fand die Diskussionen spannend: «Aber es ist für mich nicht ein­facher geworden, über das Präsidium zu entscheiden. Für mich sind alle Kandidaten wählbar.»

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