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Drei Behörden, drei Kampfwahlen

Die Erneuerungswahlen sind in Neerach geprägt von Sachthemen. Dies trägt auch dazu bei, dass für die Behörden mehr Kandidaten zur Verfügung stehen, als Sitze zu vergeben sind.

In Neerach kommt es im Frühling zu spannenden, weil umstrittenen Behördenwahlen.
In Neerach kommt es im Frühling zu spannenden, weil umstrittenen Behördenwahlen.
Archiv Michael Caplazi

In jeder der drei Behörden werden fünf Mitglieder benötigt. Zur Verfügung stellen sich aber acht Leute für den Gemeinderat, acht für die Primarschulpflege und sechs für die Rechnungsprüfungskommission (RPK). Darunter pro Behörde jeweils eine Frau.

An der Wählerversammlung vom Montagabend nominierten die 94 anwesenden Stimmberechtigten diejenigen Kandidaten und Kandidatinnen, die auf dem Beiblatt zum Wahlzettel und im Mitteilungsblatt aufgeführt werden. Die Zusammenkunft im Mehrzweckgebäude Sandbuck wurde vom abtretenden Gemeinderat Carlos Speck geleitet.

Die Bewerber stellten sich jeweils kurz vor, erklärten ihre Motivation für das Amt und beantworteten allfällige Fragen aus dem Plenum. Es zeigte sich bald einmal, dass aktuelle Probleme der Gemeinde im Vordergrund standen und zum Prüfstein für die Kandidierenden wurden. So etwa eine Fusion der Politischen und der Primarschulgemeinde oder die Schulraumprobleme im Sandbuck.

Zankapfel Ried-Umfahrung

Der Stimmberechtigte Martin Bigler wollte von jedem einzelnen Kandidaten für den Gemeinderat wissen, ob er respektive sie gewillt sei, sich dafür einzusetzen, dass die Umfahrung des Neeracherrieds nicht zu einer Hochleistungsstrasse werde. «Falls nicht, sind Sie für mich nicht wählbar», sagte Bigler.

Nachdem alle Gemeinderatskandidaten – auch die bisherigen – ihre Stellungnahmen zu dieser Frage abgegeben hatten, ergriff Gemeindepräsident Markus Zink das Mikrofon und wies die Anwesenden darauf hin, dass die Angelegenheit nun beim Kanton liege. Die kantonale Stellungnahme sei bis zum Sommer zu erwarten. «Dann macht eine Infoveranstaltung Sinn», sagte Zink als Konter darauf, dass dem Gemeinderat in den vergangenen Monaten wiederholt Informationsverweigerung vorgeworfen worden war.

«Es handelt sich um eine Wähler­versammlung und nicht um eine Propaganda-Veranstaltung»

Markus Zink, Gemeindepräsident Neerach

«Es handelt sich heute Abend um eine Wählerversammlung und nicht um eine Propaganda-Veranstaltung gegen die Umfahrung», machte Zink seinem Ärger Luft. Und überhaupt sei die Verwendung des Begriffs «Hochleistungsstrasse» eine «reine Stimmungsmache. Es wird hier nämlich nie eine Hochleistungsstrasse geben.»

Sieben Kandidaten und eine Kandidatin möchten im Frühling an der Urne einen der fünf Sitze im Gemeinderat ergattern. Vier davon sind bereits im Amt, vier weitere kandidieren neu. Bei den Bewerbern handelt es sich um Gemeindepräsident Markus Zink (bisher), Sally Albrecht (bisher), Martin Engelhard (bisher), Karl-Heinz Meyer (bisher), Willy Breiter (neu), Martin Furer (neu), Christoph Iten (neu) und Andreas John (neu). Für das Gemeindepräsidium bewirbt sich einzig der Bisherige Markus Zink.

Begehrtes Schulpräsidium

Besonders spannend dürfte sich die Wahl der Primarschulpflege gestalten, bewerben sich doch nicht weniger als drei der acht Kandidaten auch für das Präsidium. Es sind dies der bisherige Schulpfleger Bernhard Kauer sowie Hans Schweickardt und Philipp Simmen. Frei wird das Amt, weil der bisherige Präsident Willy Breiter nicht mehr für die Schulpflege, sondern für einen Sitz im Gemeinderat kandidiert.

Für die fünf Sitze der Primarschulpflege bewerben sich Andreas Graf (bisher), Bernhard Kauer (bisher), Patrick Freudiger (neu), Nick Glättli (neu), Thomas Gubser (neu), Daniela Sayers (neu), Hans Schweickardt (neu) und Philipp Simmen (neu).

Mehr Kandidaten als Sitze gibts auch für die Besetzung der fünfköpfigen RPK. Es kandidierten Theo Knecht (bisher), Roland Wellinger (bisher), Oliver Zippe (bisher), Beat Sandhofer (neu), Nick Trowbridge (neu) und Annemarie Waldvogel (neu). Für das Präsidium bewirbt sich neu Oliver Zippe.

Der erste Wahlgang der kommunalen Gesamterneuerungswahlen findet am 15. April statt. Die Wahlunterlagen werden gemäss Tagespräsident Speck in den Tagen vom 19. bis 22. März in die Haushaltungen verteilt werden. Im Versand ist auch das Beiblatt enthalten, auf welchem die jetzt Nominierten aufgeführt sind. Wie Gemeinderat Carlos Speck an der Versammlung erklärte, seien natürlich weitere Kandidaturen möglich, doch würden diese nicht auf dem Beiblatt aufgeführt.

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