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Richtplan berücksichtigt die Bedürfnisse aller drei Gemeinden

Mit einer gemeindeübergreifenden Entwicklungsstrategie starten die drei Gemeinden Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt jetzt mit der Umsetzung eines gemeinsamen Richtplans. Besondere Beachtung darin findet die Landschaft als Erholungsraum für die Bevölkerung.

Die Gemeinden Niederhasli, Niederglatt und Oberglatt sind bereits stark zusammengewachsen. Nun wollen sie einen gemeinsamen Richtplan.
Die Gemeinden Niederhasli, Niederglatt und Oberglatt sind bereits stark zusammengewachsen. Nun wollen sie einen gemeinsamen Richtplan.
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Bis die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in ihren jeweiligen Gemeinden Oberglatt, Niederglatt und Niederhasli über den Richtplan abstimmen, dauert es noch eine Weile. Gemäss aktueller Planung dürfte das erst in zwei Jahren der Fall sein, wie es in einer Medienmitteilung der Kantonalen Baudirektion und der Volkswirtschaftsdirektion heisst. Die drei Unterländer Gemeinden haben 2014 beschlossen, ihre räumliche Entwicklung gemeinsam anzugehen.

Zusammen mit dem kantonalen Amt für Raumentwicklung, dem Amt für Verkehr und der Planungsgruppe Unterland haben sie die Gebiete Landschaft, Verkehr und das Umfeld der Bahnhöfe untersucht. Jetzt haben sich die drei Gemeinden geeinigt, einen gemeinsamen kommunalen Richtplan zu erstellen.

Fachleute planen die nächsten Schritte

«Während der Vorbereitungsphase hat sich gezeigt, dass es nur gemeinsam vorwärts geht», sagt Kantonsplaner Wilhelm Natrup. In einem nächsten Schritt werden Fachleute zusammen mit den Gemeindevertretern ein Konzept erarbeiten, wie die Entwicklung im Bezug auf Siedlung, Verkehr und Landschaft weitergeht. Konkrete Vorschläge müssen jetzt erarbeitet werden. «Erst wenn die einzelnen Projekte, etwa die Gestaltung des Areal rund um die Bahnhöfe oder die Verkehrserschliessung ausgearbeitet sind, können wir diese Konzepte dem Stimmvolk vorlegen», erklärt Marco Kurer, Gemeindepräsident von Niederhasli.

Noch sind keine Detailinformationen erhältlich, wie der Niederglatter Gemeindepräsident Luzius Hartmann bestätigt. «In verschiedenen Gremien wird jetzt das weitere Vorgehen besprochen. Erst dann zeigt sich, in welche Richtung eine mögliche Transformation in den Gemeinden geht.» Man plane eine erste Sitzung mit allen Beteiligten, die gemäss Hartmann noch diesen Sommer stattfinden werde.

Erweiterten Erholungsraum festlegen

Bereits jetzt nutzt die Bevölkerung die Landschaft rund um die drei Gemeinden als Erholungsraum. «Das ist ein wichtiger Aspekt bei der weiteren Planung», betont Marco Kurer. Bei den bisherigen Überlegungen ist die Idee entstanden, das bereits vorhandene Spazier- und Wanderwegnetz zu einem «Parkweg der Lieblingsorte» weiterzuentwickeln. Als Beispiel solcher Lieblingsorte nennt Kurer den Haslisee oder den Uferweg entlang der Glatt.

Aus Sicht von Niederglatt fügt Hartmann den Eschenberg an. Er sagt: «Ein solcher Parkweg muss als Gesamtprojekt auch eine sinnvolle Vernetzung von Fuss- und Velowegen beinhalten.»

«Sobald die für die jeweiligen Gemeinden relevanten Projekte Gestalt angenommen haben, wird darüber abgestimmt.»

Marco Kurer Gemeindepräsident Niederhasli

Eine gute Gestaltung des Strassenraums gehört ebenfalls in die zukünftige Planung. Alle Verkehrsteilnehmenden sollen von sicheren und attraktiven Wegverbindungen profitieren können.

«Sobald die für die jeweiligen Gemeinden relevanten Projekte Gestalt angenommen haben, wird an der Gemeindeversammlung darüber abgestimmt», gibt Kurer bekannt. Für Hartmann ist klar, dass vorgängig Infoveranstaltungen durchgeführt werden, um die Bevölkerung über den Stand der Dinge zu informieren. «Ob das nur in den einzelnen Gemeinden oder auch für alle gemeinsam sein wird, kann man jetzt noch nicht sagen.»

Der kommunale Richtplan für Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt wird auf jeden Fall mehr enthalten als nur die Definition von Bauzonen.

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