Dänikon

Drei Tage Fest für 175 Jahre Unabhängigkeit

Vor 175 Jahren hat sich Dänikon von Dällikon abgespalten. Zu diesem Jubiläum haben die Däniker am Wochenende ein Dorffest begangen, wie es im Bilderbuch steht.

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Am Freitagabend eröffnete ein Urknall das dreitägige Däniker Jubiläumsfest. Im Jahr 1843 konnten sich die Däniker aus der Abhängigkeit von Dällikon lösen und erreichten den Status einer selbstständigen Gemeinde.

Für das Festprogramm verantwortlich waren Georgett Wullschleger und Gemeinderätin Marlies Schüpbach. Während anderthalb Jahren hatte das achtköpfige Organisationskomitee die Feier vorbereitet. «Wir hatten eigentlich nur eine einzige Sorge: Spielt das Wetter mit?», sagte Schüpbach. «Die Absprache mit den Vereinen verlief problemlos. Wie Zahnräder, die ineinandergreifen müssen, arbeiteten wir zusammen.»

Ein Gruss an 47 neue Däniker

Für den ersten Abend wurden etwas mehr Besucher erwartet. Das Fussballspiel der Schweiz gegen Serbien und die aufkommende Kühle verhinderten aber den Grossaufmarsch. Dafür herrschte eine lockere, friedliche Stimmung. Als letzte öffentliche Amtshandlung begrüsste der scheidende Gemeindepräsident Daniel Zumbach am Samstag im Festzelt mitten auf der gesperrten Hauptstrasse die Neuzuzüger.

Im Anschluss lud er sie zu einem Apéro in die Wirtschaft zum Roten Hahn des Feuerwehrvereins unteres Furttal ein. Claudine und Roger Hotz waren zwei von 47 Neuzuzügern. Sie schätzen ihren neuen, ruhigen Wohnort Dänikon und die angenehme Nachbarschaft. Der Musikverein Buchs begleitete die festliche Begrüssung mit einem musikalischen Willkommensgruss.

An verschiedenen Ständen offerierten Vereine und Marktfahrer ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Der Jodlerklub Altberg verkaufte feine «Puureglacés» und David Kägi schenkte in seiner Old-Hill-Brauerei selbstgerautes Bier aus. Der eigene Hopfen wächst in Dällikon und die Gerste in Dänikon.

Kunst für Schildkröten

Bei den Dorffestspielen gab es als ersten Preis ein Smart-Cabrio für eine halbjährige Benützung zu gewinnen und als zweiten Preis einen Helikopterflug für zwei Personen. Aber zuerst mussten an sechs Stationen knifflige Aufgaben gelöst werden.

Mit voller Konzentration versuchten Kinder und Erwachsene mit einem Hammer eine plötzlich auftauchende Nuss zu treffen. Schüler der Primarschule Dänikon-Hüttikon verkauften das selbst editierte Magazin «Zäme» und kunsthandwerkliche Gegenstände. Den Erlös spenden die Schüler zugunsten bedrohter Meeresschildkröten.

Aufwand hat sich gelohnt

Hinter der Organisation eines Dorffestes steckt viel Arbeit. Andreas Nigg war im OK zuständig für Bauten und Infrastruktur. Er holte Bewilligungen ein, organisierte die Busumleitung und sorgte dafür, dass die vielen Stände und Attraktionen mit Strom und Wasser versorgt waren.

Am Sonntag zog Marlies Schüpbach eine positive Billanz: «Ausser einiger randalierender Jugendlicher verlief das Fest äusserst friedlich und die Gaststätten waren am Samstagabend gut besucht.»

Erstellt: 24.06.2018, 15:29 Uhr

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