Neerach

Drei Tage Festbetrieb zum Gemeinde-Jubiläum

Ein vielseitiges Kulturangebot, sportliche Darbietungen, abwechslungsreiche Verpflegungsmöglichkeiten und ein grosser Markt sorgen am Neerifäscht für Stimmung. Das Highlight ist das Feuerwerk über dem Festgelände.

Bereits das Neerifäscht 2014 lockte die Leute in Scharen auf die Neeracher Strassen. Das diesjährige Fest soll noch grösser werden.

Bereits das Neerifäscht 2014 lockte die Leute in Scharen auf die Neeracher Strassen. Das diesjährige Fest soll noch grösser werden. Bild: pd

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Der Startschuss zum drei Tage dauernden Neerifäscht fällt am Freitag, 28. Juni, mit der Eröffnungsfeier. Dieses Jahr feiert Neerach aber kein gewöhnliches Dorffest, wie in den Jahren davor. Der Rahmen ist ungleich grösser als 2005, 2009 und 2014, weil die Gemeinde jetzt auch ihr 850-jähriges Bestehen feiert.

Irgendwann ist Johann Jucker darauf gestossen, dass Neerach 1169 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden war. «Ich fand das Grund genug, ein weiteres Fest zu veranstalten», erklärt er. Mit seiner Idee stiess er auf offene Ohren und übernahm gleich als OK-Präsidium.

Zum ersten Mal mit Feuerwerk

Das Highlight am Neerifäscht 2019 ist das Feuerwerk, dass am Samstag zwischen 23.10 und 23.30 Uhr zu bewundern sein wird. «Dieser Zeitpunkt wurde gewählt, weil dann gerade kein Bus fährt», erklärt Jucker.

«Die Unterhaltung ist diesmal umfangreicher und auch teurer als in den anderen Jahren.»Johann Jucker
OK-Präsident Neerifäscht

Für den öffentlichen Verkehr bleibt Neerach offen, der Individualverkehr wird jedoch weiträumig umgeleitet. Drei grosse Parkplätze für jene die von ausserhalb ans Dorffest kommen sind ausgeschildert. Aufgrund der Erfahrungen der vorangegangenen Jahre rechnet das OK mit 10000 bis 12000 Besuchenden verteilt auf alle drei Tage.

Bereits am Freitag gibt es zwei Konzerte auf der Hauptbühne, wo Stiller Has und Hier spricht Paul auftreten. «Die Unterhaltung ist diesmal umfangreicher und auch teurer als in den anderen Jahren», sagt der OK-Präsident.

Als besondere Attraktion hebt er den Auftritt von Sina hervor, die am Samstagabend singt, bevor das Feuerwerk gezündet wird. Linard Bardill und der Primarschule Neerach gehört die Bühne am Sonntagnachmittag. Auf die sportlichen Darbietungen von Neeracher Vereinen darf man gespannt sein. Alle Vorführungen können gratis besucht werden.

Zum ersten Mal ohne Riesenrad

Etwas bedauerlich ist es gemäss Jucker, dass der Chilbibetrieb diesmal ohne Riesenrad stattfindet. Aus terminlichen und bautechnischen Gründen muss auf diese Attraktion verzichtet werden, obwohl ein stilisiertes Riesenrad das Festlogo ziert. Andere Bahnen und auch Buden sorgen aber für genügend Spass.

Weil das Fest vor dem Hintergrund des 850-jährigen Bestehen des Dorfes stattfindet, ist auch die Gemeinde aktiv ins Geschehen involviert. Die Neeracher Bevölkerung erhält zum Beispiel Konsumationsgutscheine für die Vereinsbeizli Zudem finanziert sie die Festpins mit dem Logo, der Verkaufserlös kommt vollumfänglich der Partnergemeinde Cazis zugute.

In gut zwei Wochen muss alles bereit sein. Gemäss Jucker laufen die Vorbereitungen nach Plan. «Natürlich kann es kurzfristige Änderungen geben, aber wir sind auf Kurs.» Auf das 15-köpfige OK könne man sich zu 100 Prozent verlassen.

Jury bewertet die Vereinsbeizli

Um die Verpflegungsangebote der Vereine noch attraktiver zu gestalten, werden die Beizli von einer unabhängigen Jury beurteilt. Der erste Preis sind 1000 Franken für die Vereinskasse, und auch Platz zwei und drei werden mit Geldbeträgen belohnt.

«Bewertet werden zum Beispiel die Umsetzung des Mottos von ‹850 Jahre Neerach› inbezug auf die Dekoration im Raum und das Outfit der im Einsatz stehenden Vereinsmitglieder oder die Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Einweg- oder Mehrweggeschirr», erklärt Jucker. Die Prämierung findet am Samstagabend statt.

Das detaillierte Programm ist zu finden auf www.neerifaescht.ch. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.06.2019, 17:44 Uhr

«Neerimärt – wie noch nie» im Rahmen des Dorffestes

Der Verein Neerach Kultur organisiert für das Dorffest einen grossen Märt mit gegen 40 Ständen. Er wird am Samstag, 29. Juni, von 10 bis 16 Uhr auf dem Binzmühleplatz durchgeführt. Ruth Hüppin, Co-Präsidentin des Vereins, freut sich auf diesen speziellen Märt mit einem breit gefächerten Angebot.

«Als besondere Attraktion zeigen wir ‹Vom Korn zum Brot› mit Demonstrationen von den Niederglatter Fleglern, einem Geigenmühlemodell und einem richtig alten Brot­backofen, der eingeheizt wird», sagt sie.

Hintergrund für diese Schau ist der Umstand, dass Neerach über mehrere Jahrhunderte das Mühlendorf im Zürcher Unterland war. Doch auch anderes altes Handwerk vom Mittelalter bis heute kommt nicht zu kurz in Anlehnung an das 850-jährige Bestehen des Dorfes. Mit dabei sind ein Mes­serschmied, ein Seiler, Frauen, die Klöppelspitzen oder Patchwork herstellen, und eine Bäckerin, als Produkte gefärbte Garne und «Neeracherli» aus der Seifensiede­rei in Glattfelden. An drei Ständen informiert die Gemeindeverwaltung über ihr Wirken und präsentiert unter anderem Produkte aus der Partnergemeinde Cazis (GR), aus der ebenfalls Vertreter anwesend sind.

Neben all diesen Spezialangeboten kann man sich am Neermärt mit Früchten und Gemüse, Selbstgebackenem, Süssigkeiten, Wein und Spirituosen eindecken. Allerlei handgefertigte Dekoartikel, Kleider und Schmuck sowie Küchenhilfen werden feilgeboten. Mit dabei sind auch jene Marktfahrerinnen und -fahrer, die während des Sommerhalbjahres ohnehin in Neerach Station machen. Ruth Hüppin ist stolz darauf, dass sich für das Dorffest mit Jubiläumsanlass so viele Anbieter gemeldet haben. «Aus dem umfassenden Angebot können die Besucherinnen und Besucher das Passende auswählen. Der ‹Neerimärt – wie noch nie› bietet mit seiner Vielfalt an Produkten für alle etwas.» (bag)

Das Angebot am Neerifäscht wird viel umfangreicher sein als an den üblichen Markttagen.

Das Angebot am Neerifäscht wird viel umfangreicher sein als an den üblichen Markttagen. Foto: PD

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