Zum Hauptinhalt springen

Eagles-Sound liess «Steimer» hoch fliegen

Die Country-Fans sind in Scharen an die 13. Steimernights gekommen. Weit über 2000 Besucher zählten die Organisatoren am Gratisevent heuer. Grossen Anteil am Rekordaufmarsch hatte Ex-Eagles-Produzent Josh Leo.

Die Konzerthalle in Steinmaur füllte sich heuer bis auf den letzten Platz.
Die Konzerthalle in Steinmaur füllte sich heuer bis auf den letzten Platz.
zvg

Es war Novum und Risiko zugleich: Erstmals luden die Organisatoren aus Steinmaur eine amerikanische Band an den grössten Unterländer Country­event in ihr kleines Dorf. «Wir hatten noch nie so einen guten Freitagabend», freut sich Simon Müller vom Organisationskomitee. Schon am ersten Abend der inzwischen etablierten «Steimernights» – so heisst der Event richtig – habe die Erwartungen des Teams gesprengt und die Zweifel verfliegen lassen. Denn zugleich stellte Müller erfreut fest: «Wir hatten dieses Jahr ein viel jüngeres Publikum hier als noch in den Jahren zuvor.»

Vor allem am Konzert des US-Trios High South drängten sich zahlreiche junge Fans in den vorderen Reihen vor der Bühne. Das dürfte einerseits an den jungen Amerikanern der Stammbesetzung dieser Band gelegen haben, andererseits aber auch am Sound und nicht zuletzt auch am eigentlichen Star der diesjährigen Veranstaltung – Josh Leo.

Der 64-Jährige mag zwar namentlich kein grosser Musiker sein, ist allerdings als ehemaliger Produzent der Eagles ein Schwergewicht der Branche. So hat Leo unter anderem auch schon mit LeAnn Rimes und Lynyrd Skynyrd sowie Kenny Chesney oder Dustin Lynch gearbeitet. Dabei entstanden mehrere Nummer-1-Hits in den amerikanischen Billboard-Country-Charts.

Zum Auftakt spielte das Trio, das in Steinmaur also zu viert auftrat, gleich einen Knaller der ­Eagles. «Take it Easy» brachte die Halle sofort zum Mittanzen und Mitsingen und sorgte für eine «absolute Hühnerhautstimmung», wie Müller es beschreibt.

Amerikaner von familiärer Atmosphäre beeindruckt

«Die Jungs aus Amerika waren völlig unkompliziert», erzählt Müller mit einigen Tagen Abstand zum Konzertwochenende. Dank einem bestehenden Kontakt zu Marco Gottardi, der ebenfalls in «Steimer» auftrat und an dessen Hochzeit auch Organisator Simon Müller dabei war, kam man auf das US-Trio. Sie planten ohnehin auf Tournee zu gehen in Europa und waren für die Steimernights dann sogar noch einen Tag früher – am letzten Donnerstag – angereist. So habe man den Stargästen eine Tour durch die Region organisiert, das die Truppe auch ins obligate Unterländer Vorzeigestädtchen Regensberg nebenan geführt habe.

Dank Sponsorenunterstützung konnte Müller die ganze Truppe samt ihren Tourbegleitern im Hotel und Restaurant Bienengarten in Dielsdorf einquartieren. «Wenn wir keine solch guten Kontakte und Sponsoren gehabt hätten, dann hätten wir uns diese Band nie leisten können», gibt der Organisator zu verstehen. Was den ersten Steinmaurer Gästen aus Amerika an ihrer Stippvisite im Unterland besonders gut gefallen habe, sei die Nähe zu den Fans und die familiäre Atmosphäre des hiesigen Events gewesen.

«Vor ihrem Auftritt hatten sie noch mit uns in der Halle an einem Tisch ‹Znacht› gegessen. Das kannten sie überhaupt nicht von Zuhause. Dort spielen sie nur an Events, wo sie stets im Hintergrund sind und von den Fans abgeschirmt werden.» Nebst dem einen grossen Eagles-Hit tönten noch vier weitere Songs der legendären Band um Glenn Frey durch die Halle, die sonst eigentlich ein simpler Maschinenschopf ist. Nicht fehlen durfte «Hotel California», das in der All-Time-Hitliste der besten Songs aller Zeiten vom «Rolling Stone Magazine» auf Platz 49 gelistet wird.

Nächstes Jahr wieder drei Tage und mit US-Trucks

Nachdem dieses Jahr an zwei Tagen insgesamt deutlich über 2000 Besucher in die mit 800 Sitzplätzen besetzte Halle gekommen waren, plant das OK für 2018 wieder mit drei Tagen Steimernights. Dann wird auch am Sonntag Musik gespielt, davor wird ein Gottesdienst abgehalten. «Als Neuigkeit wollen wir den Leuten eine Auswahl von echten US-Trucks zeigen», sagt Simon Müller. Der Platz dazu sei reichlich vorhanden und wenn die Leute erneut im nächsten Jahr erneut so zahlreich erscheinen, steht einer erfolgreichen Neuauflage nichts im Wege.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch