Zum Hauptinhalt springen

Ein Jahr harte Vorbereitung für die Schweizermeisterschaft

Nastja Meier (13) aus Oberweningen und Michael Hunziker (11) aus Buchs haben sich für die Teilnahme an der Schweizermeisterschaft im Eiskunstlauf qualifiziert. Sie starten in Rapperswil in der Kategorie Jugend SEV.

Sowohl Nastja Meier wie auch Michael Hunziker blicken ihrem bisher wichtigsten Wettkampf entgegen.
Sowohl Nastja Meier wie auch Michael Hunziker blicken ihrem bisher wichtigsten Wettkampf entgegen.
Francisco Carrascosa

Zwei bis drei Stunden täglich trainieren die Buchserin Nastja Meier und der Oberweninger Michael Hunziker vom Eislauf-Club Zürich ECZ ihre Sprünge und drehen Pirouetten auf der Kunsteisfläche Dolder am Zürichberg – selbst bei eisigen Minustemperaturen. Dazu kommt Ballett und Off-Ice-Training. Das Kurzprogramm und die Kür müssen perfekt sitzen, denn die erste Teilnahme der beiden jungen Sportler an einer Schweizermeisterschaft steht kurz bevor. Mit dem Bestehen des Intersilber-Tests haben sie sich für die Teilnahme in der Kategorie Jugend SEV qualifiziert. Die Schweizermeisterschaft vom Freitag 27. bis Sonntag 29. Januar in Rapperswil ist für beide der bisher wichtigste Wettkampf. Dafür haben sie ein Jahr lang hart an sich gearbeitet, dank intensivem Coaching ihrer Trainerin Nicole Nardini.

Grosses Ziel erreicht

«Die Qualifizierung für die Schweizermeisterschaft bedeutet für mich, dass ich mich mit den besten 38 Teilnehmerinnen meiner Kategorie messen kann, sagt Nastja. «Mit der Teilnahme habe ich ein grosses persönliches Ziel im Eislaufen erreicht», führt Michael aus. Es sei schwierig, die Stärke der Konkurrenz abzuschätzen, da man nicht alle seine Konkurrenten kenne. «Einige haben bereits einen höheren Teststand als wir und dürfen vom Alter her noch in der gleichen Kategorie starten», ergänzt Nastja.

Wie aber verbringen die beiden die Abende vor den grossen Tagen? «Ich gehe mein Kurzprogramm vom Freitag und meine Kür vom Samstag jeweils am Vorabend immer wieder im Kopf durch», erklärt Nastja. Das mache sie so seit ihrem allerersten Wettkampf. «So normal wie möglich. Ich denke einfach, dass es sich jeweils am nächsten Tag um ein normales Training handelt», ist das Rezept von Michael. Und welche Startnummer möchten die beiden bei der Auslosung ziehen? «Meine Glückszahl ist die 12», betont Nastja. «Die drei oder die sieben», sagt Michael.

Nastja, die seit letztem Sommer die Kunst- und Sportschule in Zürich besucht, musste sich um ihre Dispens für die Schweizermeisterschaft, die bereits am Freitagmorgen beginnt, keine Sorgen machen. Auch Michaels Klassenlehrer hat ihm hierfür frei gegeben.

Ungebrochene Leidenschaft

Seit Nastja die Kunst- und Sportschule in Zürich besucht, bleibt genügend Zeit für das Training. Michael besucht die 6. Primarklasse in Buchs. «Manchmal ist es nicht so einfach, Schule, Hausaufgaben, Gymi-Vorbereitungskurs und rund 12 Stunden Eislauftraining zu managen», erzählt er. «Wenn ich nach den Sommerferien entweder das Kunst- und Sport-Gymnasium oder die Sportschule besuche, habe ich auch bessere Trainingsbedingungen.»

Die beiden haben ihre ersten Schritte auf dem Eis im Eislaufclub Dielsdorf gemacht, Nastja mit vier und Michael mit viereinhalb Jahren. Nastja wechselte später nach Bülach und Michael nach Oerlikon. Vor rund einem Jahr trafen sie sich auf dem Dolder beim ECZ wieder. Ihre Leidenschaft für diesen Sport ist ungebrochen, wenn sie sich bei diesem hohen Trainingsaufwand auch hin und wieder selber motivieren müssen.

Sie sollen sich wohl fühlen

Trainerin Nicole Nardini hat mit ihren Eislaufschülerinnen und -Schülern an Schweizermeisterschaften bereits 15 Medaillen geholt, davon sieben goldene. «Es ist für mich eine grosse Ehre und ein schönes Gefühl, wenn ich mit meinen Läuferinnen und Läufern an einer Schweizermeister schaft teilnehmen darf», erzählt sie. «Nastja und Michael sollen zwei ganz besondere Tage erleben, auf und neben dem Eis.»

Kurz vor dem Wettkampf reduziert Nardini die Trainingsintensität. «Vor und während des Wett-kampfs werde ich auf die beiden beruhigend einwirken, sie sollen sich fühlen wie beim Training auf dem Dolder. Das wird ihnen helfen.» So würden sie beim Kurzprogramm und der Kür dann ihr Potenzial zeigen können, ihre Auftritte geniessen und das Beste daraus machen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch