Schöfflisdorf

Eine Jungschar altert nie

Seit 30 Jahren bietet die Jungschar Wehntal Momente in der Natur wie erste Lagererfahrungen und samstägliche Abenteuernachmittage für Kinder an. Zeit also für ein Jubiläum und einen Brückenschlag zwischen heute und gestern.

Drei Generationen der Jungschar Wehntal feierten gemeinsam das 30-Jahr-Jubiläum.

Drei Generationen der Jungschar Wehntal feierten gemeinsam das 30-Jahr-Jubiläum. Bild: Balz Murer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Hier der sechsjährige Ruben Baumgartner aus Dielsdorf, der am letzten Wochenende im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums zum ersten Mal einen «Jungschi»-Nachmittag erlebte – so wie es der heutige Dresscode verlangt, nämlich legere im Jeans- und T-Shirt Look.

Dort Beat Hofstetter, ehemaliger Jungscharleiter und Gründungsmitglied der Jungschar Wehntal, der originalgetreu in der Uniform aus dem Anfangsjahr 1987 erschien, die trotz einigem «Flickwerk» nicht an Glanz eingebüsst hat. Ein bisschen Stolz über die zahlreichen Aufnäher am Hemd strahlte vom Gesicht des Trägers und zeugte von einem «bewegten Leben» als Jungscharleiter.

Fotoalben als Zeitfenster in die 80er Jahre

Zwei Menschen, die aus verschiedenen Generationen stammen und bei denen die Motivation zur Teilnahme diesselbe geblieben ist: draussen in der Natur, mit vielen Freunden und anderen coolen Leuten die Gemeinschaft zu feiern und spannende Geschichten über Gott zu hören.

Am liebsten würde Beat Hofstetter die Weiterführung der Uniformtradition begrüssen, sagte der Finanzplaner und Coach, der nun in Schwyz wohnt. Viele gute Erfahrungen aus seiner Leiterzeit würden weiterhin Früchte in seiner täglichen Arbeit mit Menschen tragen, sagt er.

Beim Betrachten der unzähligen sorgsam eingeklebten und mit Legenden versehenen Bildern aus den Sommerlagern, kurz SoLas genannt, kam nicht nur bei Beat Hofstetter ein Hauch von Nostalgie auf. «Diese Alben haben einen hohen Sammlerwert», meinte er.

Das Interesse an diesen «alten dicken Schmökern» war gross und zahlreiche Hände blätterten durch die Seiten. «Weisch no?» war der wohl am meisten gehörte Ausspruch. Am Ende des Tisches lag bereits die neue Generation der Erinnerungsspeicher und zwar in Form von Tablets und Laptops. Der Zeitgeist habe in der Technik aufgeholt, was an Form und Inhalt in der Jungschar Wehntal gleich und somit treu geblieben sei: das fürsorgliche Miteinander und Wachsen in der Gemeinschaft.

Zeitlicher Brückenschlag gelungen

Mirjam Wäfler, Mit-Organisatorin des zweitägigen Jubiläums und selber Ehemalige, meinte bei der Frage über genügend Neumitglieder gelassen: «Es haben sich zahlreiche neue Kinder für die Jungschi interessiert, sodass wir jeden Samstag sicherlich mit einer Gruppe von 12 bis 15 Kindern rechnen können».

Zur Zeit sind sechs Leiterinnen und Leiter im Einsatz. Im Rahmenprogramm «30 Jahre Jungschwar Wehntal» drehte sich als Hauptattraktion am Samstag alles um den Jungschi-Nachmittag mit Spielen, einer Andacht zum Thema «Elia und das Feuer vom Himmel» und einem anschliessenden Ausklang mit Liedern.

Im Namen der Chrischona Gemeinde Oberweningen leitete ein Gottesdienst mit dem Trickkünstler Ädu Jaggi den Sonntag ein, der von Ehemaligen wie Jungen gemeinschaftlich auf dem Hof des Schulhauses Rietli verbracht wurde. Neue Erinnerungen sind nun entstanden und werden den Weg in die digitalen Fotoalben finden - weitere Brückenschläge sind wohl vorprogrammiert.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 19.09.2017, 16:08 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.