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Eine neue Halle für Bauelemente aus Holz

Holz ist nicht nur heimelig. Der Rohstoff ist ein perfektes Baumaterial. Am Samstag präsentierte die Firma Implenia ihre neue Produktionshalle.

In der neuen Produktionshalle der Implenia in Rümlang werden zurzeit Bauelemente für eine Siedlung in Winterthur erstellt.
In der neuen Produktionshalle der Implenia in Rümlang werden zurzeit Bauelemente für eine Siedlung in Winterthur erstellt.
Francisco Carrascosa

Die neue Produktionshalle an der Wibachstrasse 12 in Rümlang ist imposant. Im Gebäude mit einer Grundfläche von 55 mal 60 Metern und einer Höhe von über zehn Metern entstehen fertige Bauelemente aus Holz. Der Hallenaufbau wurde in gemischter Bauweise erstellt, die Dachhaut trägt eine sichtbare, hölzerne Konstruktion. Mehr als 250 Besucher, Angehörige von Mitarbeitenden, Partner, Lieferanten und Vertreter der Gemeinde, bekamen in der neuen Halle der Implenia Einblicke in den Produktionsprozess von Bauteilen aus Holz.

Schulpavillons für Dietlikon

Die Firma Implenia entstand 2006 aus dem Zusammenschluss der Baufirmen Zschokke und Batigroup und beschäftigt heute weltweit 8200 Mitarbeitende, 90 davon in Rümlang, darunter neun Lernende. Auf einem Rundgang erklärte Simon Beeler, Leiter Zimmerei, einzelne Produktionsschritte bis zu fertigen Baumodulen. Das zertifizierte Material – etwa 70 Prozent davon ist einheimisches Holz – liefern Partner in der gewünschten Qualität und fertig verleimt nach Rümlang. Moderne Maschinen fräsen hier die Balken und Bretter millimetergenau zu.

Beeler schwärmte: «Holz ist ein wunderbarer Baustoff. Aber die Produktion von fertigen Bauteilen verlangt eine sehr genaue Planung, bis ins kleinste Detail. Nachträgliche Änderungen an Elektro- oder Sanitärleitungen sind kaum mehr möglich.» Zurzeit entstehen in der neuen Halle Bauelemente für eine Siedlung mit 320 Wohneinheiten in Winterthur-Hegi. Schulpavillons in Dietlikon, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, sind in der Planung, ebenso ein weiteres Grossprojekt im Winterthur.

Was im modernen Holzbau möglich ist, zeigt eine besonders spektakuläre Dachkonstruktion im Elefantenpark des Zürcher Zoos. Dank Digitalisierung der Maschinen und 3D-Technologie gibt es bei der Bearbeitung von Holz kaum mehr Grenzen für komplizierteste Formen, beispielsweise bei Betonschalungen. Beller hob immer wieder die Vorzüge von Holz als Baumaterial hervor: «Die Isolationswerte sind hervorragend und in zwei Wochen sind die Elemente auf den Baustellen montiert.»

Als Isoliermaterial zwischen Innen- und Aussenwänden wird kein Kunststoff, sondern zermahlenes Altpapier eingesetzt. Kostenmässig sind Holzkonstruktionen – sofern man die ganze Lebensdauer eines Gebäudes inklusive Heizung und Rückbau in Betracht zieht – konkurrenzfähig. «Aber etwas Idealismus und Verantwortung gegenüber der Umwelt gehört beim Entscheid für einen Holzbau auch dazu», betonte Beeler.

Dampflok als Attraktion

Für eine besondere Attraktion am Besuchstag sorgte der Modellbahnclub Zürcher Unterland aus Bülach. Eine 5-Zoll Modellbahn zog grosse und kleine Gäste durch die neue Halle. Zur Freude der Besucher liess Lokführer Felix Wermelinger aus Bülach immer wieder die schrille Pfeife der mit Steinkohle befeuerten Dampflokomotive ertönen. Und ausgestellte Holzverbindungen, wie der Zimmermanns- oder Teufelsknoten, brachte die Besucher zum Staunen.

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