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Ei-nfallsreiche Kunst von 2000 Leuten bestaunt

Zahlreiche Augenweiden in Eierform konnten an der 31. Furttaler Ostereierausstellung am vergangenen ­Wochenende in Hüttikon bestaunt werden.

Claudia Engelmann zeigt ihre Kunstwerke.
Claudia Engelmann zeigt ihre Kunstwerke.
Francisco Carrascosa
Eierkunstwerke sowie Eiergrusskarten bot Mieke Masteling aus Deutschland feil.
Eierkunstwerke sowie Eiergrusskarten bot Mieke Masteling aus Deutschland feil.
Francisco Carrascosa
Die mit Scherenschnitten verzierten Eier von Hedy Bürki.
Die mit Scherenschnitten verzierten Eier von Hedy Bürki.
Francisco Carrascosa
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Unzählige verzierte Eier gab es von Freitag bis gestern Sonntag an der 31. Furttaler Ostereierausstellung in Hüttikon zu bestaunen, wobei nicht nur Hühnerprodukte zu Kunstwerken mutierten: Gegen 30 Aussteller, mehrheitlich Frauen, zeigten den Besuchern auch, wie man die Eier von Enten, Wellensittichen oder Fasanen zu dekorativen Objekten verarbeitet – oder sogar diejenigen von grossen Laufvögeln wie Straussen und Nandus.Im über 350 Jahre alten Strohdachhaus präsentierten die Künstler ihre Werke. Zahlreich strömten die Besucher zur Vernissage am Freitagabend. Am Samstag und Sonntag verkauften Kinder mithilfe von Sportlehrerin Barbara Hänggi und Kindergärtnerin Luisa Boos selbst bemalte Eier. Den Erlös werden sie dem Tierheim in Rümlang zukommen lassen. Und Tiere konnten an der Ausstellung des Forums Hüttikon auch beobachtet werden: Etliche Hühner seltener Rassen stolzierten dort herum.

Dicht gedrängt standen die Besucher in den heimeligen Stuben des Strohdachhauses und bestaunten die Vielfalt der Kunstwerke. Den Künstlern durfte während der Arbeit auch über die Schulter geschaut werden. Mit einem scharfen Japanmesser ritzte beispielsweise die 83-jährige Ruth Merz kunstvolle Ornamente in die zerbrechlichen Schalen. Mit ruhiger Hand und sicheren Bewegungen tat sie dies, und zwar trotz ihres hohen Alters ohne Brille. «Jedes Ei ist ein Unikat und ich freue mich selber daran, was bei meiner Arbeit jeweils entsteht», sagte Merz.

Viele Aussteller zeigen ihre Werke regelmässig an der Ausstellung in Hüttikon, die auch Besucher von weither anzieht. Mieke Masteling und ihr Mann Paul aus Deutschland sind zum Beispiel oft mit dabei: Blumige Aquarelle zieren ihre unterschiedlich grossen Eier, die Paul Masteling jeweils fotografiert, um aus den Bildern Kunstkarten zu fertigen.

Ein Monat Arbeit mit Schere

Eine ruhige Hand und viel Geduld braucht Hedy Bürki aus Röthenbach, die an der Ostereierausstellung demonstrierte, wie sie filigrane Scherenschnitte fertigt. Mit einer kleinen Silhouettenschere schnitt sie winzige Menschen, Tiere oder auch dicht verästelte Bäume sorgsam aus dem schwarzen Papier, die auf weissen Eiern noch besser zur Geltung kommen. Bis zu fünf Stunden steckt Bürki in ein Bild im Grusskartenformat. «Es gibt Scherenschnitte in Grossformat, an denen ich bis zu einen Monat lang arbeite», sagte die Künstlerin.

Die Aussteller der Kunstwerke auf Eiern freuten sich am regen Austausch mit den Besuchern, die ihren Tag oft mit einem Abstecher in den alten Gewölbekeller abrundeten, wo Kaffee und Kuchen warteten. Michèle Sohre, Präsidentin des Forums Hüttikon, war mit dem Verlauf der dreitägigen Ausstellung sehr zufrieden und freute sich über insgesamt rund 2000 Besucher. «Am Freitag zeigten sich die Menschen kauffreudig», sagte Sohre, die sich seit elf Jahren im Forum engagiert. Wichtiger sei ihr jedoch, dass dem Publikum Schönes und künstlerisch Anspruchsvolles präsentiert worden sei.

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