Wahlfragebogen

«Einkaufstourismus soll nicht reguliert werden»

Unterländer Nationalratskandidaten und -kandidatinnen stehen dem «ZU» Red und Antwort. Heute stellt sich Barbara Steinemann (SVP) aus Watt-Regensdorf unseren Fragen.

Barbara Steinemann (SVP) aus Watt-Regensdorf will in den Nationalrat.

Barbara Steinemann (SVP) aus Watt-Regensdorf will in den Nationalrat. Bild: pd

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Wie soll sich der Flughafen ­Zürich-Kloten entwickeln? Sind die Pistenverlängerungen ­nötig? Wie kann der Fluglärm gerecht verteilt werden?
Barbara Steinemann: Ich bin gegen eine Verlängerung der Westpiste, ich habe auch entsprechend im Kantonsrat abgestimmt. 1995 wurde der Bevölkerung in der Abstimmung versprochen, dass das bestehende Pistensystem bis zu 450'000 Bewegungen zulassen würde. Diese Zahl werden wir nie erreichen. Ich bin indes auch gegen eine Bewegungsplafonierung, schliesslich hängen zahllose Arbeitsplätze und Wertschöpfung und Wohlstand davon ab. Ergo bin ich für eine Verteilung und gegen eine Kanalisierung.

Im Zürcher Unterland – besonders im Glattal – sind Verkehrsstaus inzwischen an der Tagesordnung. Wie kann das Pro­blem gelöst werden?
Das Nadelöhr Nordring gibt uns die Staus. Ich befürworte daher die äussere Nordumfahrung zur langfristigen Sicherung der Mobilität. Diese Kapazitätsengpässe gehen in erster Linie auf das starke Bevölkerungswachstum zurück, eine Drosselung der Zuwanderung ist daher notwendig. Im Übrigen bin ich für einen bedarfsgerechten Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit hohem Kostendeckungsgrad.

Der Schweizer Einkaufstourismus jenseits der deutschen Grenze schadet dem hiesigen Gewerbe. Wie kann Abhilfe ­geschaffen werden?
Der Einkaufstourismus ist zwar ärgerlich, ich bin indes dagegen, dass in dieser Hinsicht reguliert wird. Neue Verbote und neue Gesetze lösen dieses Ärgernis nicht und sind auch sonst meines Erachtens keine Option für die Politik und die Verwaltung. (red)

Erstellt: 02.10.2015, 10:29 Uhr

Die politische Positionierung von Barbara Steinemann. (Bild: vimentis.ch)

Mit dem Wahlfragebogen gibt der «Zürcher Unterländer» einer Auswahl von gut platzierten Unterländer Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober die Möglichkeit, Stellung zu aktuellen Unterländer Themen zu beziehen.

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